Wo: bei 9150 Bleiburg 🇦🇹
Richter:
- Mf. Georg Ranftl PL
- Mag. Franz Deim PL Stv.
- Mf. Dr. Robert Kaserer
- Barbara Stadlhuber
- Ing. Franz Mlinar
- Hannes Wiesinger
…Satz mit „X“? 🙂 aber dennoch zufrieden.
Schreibt man einen Bericht über eine Prüfung die man nicht bestanden hat? Ich finde schon, auch wenn es nicht ganz so viel zu erzählen gibt da sie schnell vorbei war 😛
Aber mal zum Anfang… ich hab gesehen dass im April noch eine BLP beim ÖRC angeboten wurde, dachte mir – ok sehr früh, Haru kaum Erfahrung, kaum Wassertraining, aber wer nicht wagt der nicht gewinnt, oder? Die Schleppen die ich mit ihr zuvor gemacht hatte waren gar nicht so schlecht und so hab ich gemeldet, wenn auch mit einem gewissen Grummeln im Bauch und dem Gefühl nicht so gut vorbereitet zu sein wie ich es gerne gewesen wäre.
Haru hat bislang das einzige mal eine Ente aus dem Wasser geholt bei ihrer JAS letztes Jahr, mit Dummys klappte es aber schon recht gut. Überhaupt nicht geübt hatten wir den zweiten Schuss während der Hund bereits schwimmt. Beim Wasser also bereits zwei große Fragezeichen wie es denn nun ablaufen wird, hop oder top 😅
Da ich 5 Stunden Anfahrtweg hatte, bin ich am Palmsonntag um 01:15 Uhr aufgestanden und saß um 02:00 Uhr im Auto. Die Fahrt verlief super, wenngleich es zwischendrin heftigsten Schneefall gab 😳 und wir waren überpünktlich beim Suchenlokal.
Erstmal war ich überrascht dass es 23 Starter waren, das hat sich dann wieder etwas relativert da mir erklärt wurde dass wir in mehrere Gruppen aufgeteilt werden (ähnlich wie bei nem WT) und dann mit jedem Richter ein Fach pro Gruppe abhandelt.
Ich hatte die Nr. 2 gezogen, eigentlich meine Glückszahl 🥰
1. Standtreiben
Zuerst war mit allen Hunden das Standtreiben, die Richter und Richteranwärter haben sich immer hinter zwei Mensch/Hund Gespanne gestellt um zu hören falls ein Hund laut wird. Das Treiben war im Wald und fing vor Nr. 1 an bis zur letzten Nummer, dabei wurde einige Male geschossen. Hier hatte Haru die volle Punktzahl, sie hat interessiert und ruhig zugesehen.
2. Wassermarkierung mit Schuss während des schwimmens
Dann hat sich herausgestellt dass unsere Gruppe beim Wasser anfängt. Ich dachte – prima – zumindest haben wir unser Wackelfach gleich am Anfang. Als Nummer 1 dran war hab ich Haru die Ente nochmal apportieren lassen, da hab ich schon gemerkt dass sie beim Griff nicht richtig weiß wie sie die nehmen sollte weil die so groß war. Die Größe hatte ich natürlich nicht bedacht, nur dass sie schön ist und das war ein wunderschöner Erpel – wie ausgestopft. Dooooooohooooof… Beim 3. mal hat sie dann gecheckt wo sie hinlangen muss, aber ob das auch im Wasser klappt? Sehn wir gleich. Haru hat brav den Schuss und die Freigabe abgewartet und dann kam das erste Problem – der Einstieg/Ausstieg. Das ging von der Graskante steil nach unten, sie wollte reinlaufen und ging fast unter, ist dann losgepaddelt mit spritzendem Wasser, hat sich dann doch besonnen und ist normal weitergeschwommen. Kurz bevor sie die Ente packen wollte kam der zweite Schuss (der Schütze/Werfer) stand nicht weit weg im 90 Grad Winkel zur Schwimmstrecke. Haru ist denke ich erschrocken, hat sich zum Schützen gedreht und wollte dann zu mir zurück schwimmen. Hab ihr einmal mit der Hand gezeigt dass sie nach hinten soll, da ist sie auch sofort umgedreht und hat die Ente gepackt. Das fand ich jetzt nicht schlimm für das erste mal ohne es vorher geübt zu haben, kann passieren. Bin mir nicht ganz sicher ob wir dieses Fach dennoch bestanden hätten wenn alles andere geklappt hätte, wenn ja hätte es vermutlich eine Menge Abzüge gegeben. Dann kam der Ausstieg… sie hat gekämpft und gestrampelt mit der Ente im Fang, als sie draußen war hab ich gesehen dass ihr Kopf schon ganz schief war, also Wasser im Ohr (vermutlich auch durch den unsanften Einstieg). Hab gepfiffen und sie kam noch einige Schritte auf mich zu aber kurz vor mir war ihr Kopf so schief dass ihr die Ente rausrutschte und sie sich schüttelte, meine Finger haben sie noch gestreift. Tja, da wars dann vorbei.
Für insgesamt 10 Stunden Fahrzeit ein kurzes Schauspiel, dennoch sind Haru und ich wieder einige Erfahrungen reicher und ich war steng genommen auch etwas froh nicht bis ganz zum Schluss bleiben zu müssen denn ich musste Montag wieder um 04:15 Uhr aufstehn und das wäre sehr böse geworden… Als ich gemeldet hatte war die BLP noch für Samstag angesetzt, da wäre das nicht so schlimm gewesen.
Wir werden einfach wieder melden 🙂 Ob nun dieses Jahr, nächstes oder übernächstes, who knows. Davonlaufen tuts ja nicht, Haru ist noch so jung sie hat noch einige Jahre die Chance die BLP zu laufen.

