28.08.2021 JAS/R (Seeshaupt)

Richter:

  • Kornelia Wunder, DRC – Obfrau
  • Karin Baier, DRC
  • Eberhardt Luick, Verband für Kleine Münsterländer e.V.


Nun war es auch für mich so weit, ich bin die erste JAS mit einem meiner Hunde gelaufen. Bei Hajrá hat einfach kein Termin gepasst, bei Zippo war gerade die Umstellung und er war für die JAS zu alt. Wir sind die JAS nach der neuen PO gelaufen (Parkur JAS) welche ich mir zuvor durchgelesen hatte und sehr gespannt war wie alles ablaufen wird.
Beim Treffpunkt trafen sich 2 Teams und die Richter ein und es wurde weiter ins Gelände gefahren. Haru musste dann erstmal warten bis das erste Team fertig war. Nachdem die Richter mit dem Hundeführer die Bewertung durchgesprochen hatten kamen wir an die Reihe.

Ich hol also Haru aus dem Auto raus, sie war freudig und etwas aufgeregter als normal. Hat mich erstmal zu allen Richtern hingezogen, Herr Luick stand mit dem Rücken zu uns und Haru hat ihn beschnuppert. Auf einmal hat er sich umgedreht und sie angesprochen, woraufhin sie erstmal richtig erschrocken ist (oh Gott, den kenn ich ja gar nicht 😲) und daraufhin in dieser Situation deutlich ihr Unbehagen zeigte. Da merkt man einfach dass sie in der Coronazeit und dieser furchtbaren Zeit der Erkrankung meiner Mutter aufgewachsen ist und bisher ziemlich wenig Situationen mit Fremdpersonen kennenlernen konnte. Dazu kommt auch noch dass ich normalerweise immer im Rudel unterwegs bin und sie da auf einmal alleine da stand. Es sei wie es ist, im Anschluss wurde die Chipkontrolle durchgeführt und die Zähne von Herrn Luick angesehen. Nachdem dies abgeschlossen war hatte sich Haru an die Situation gewohnt und sich wieder fröhlich wie immer verhalten 🙂

Als erstes liefen Fr. Wunder und ich mit Haru über eine Wiese. Haru sollte einfach ein bisschen suchen, währenddessen wurden 2 Schuss abgegeben. Es war in dem Gebiet eine Ente und ein Kaninchen ausgelegt, beides hat Haru während des laufens gefunden, die Schüsse waren auch kein Problem für sie.

Danach gings weiter auf die nächste Wiese, dort mussten wir kurz in einem Versteck warten bis unsere Schleppe gezogen war. Auch hier „schlenderten“ wir langsam auf den Anschuss zu, Haru hatte diesen schnell erschnuppert und ging in einem schönen Tempo (nicht zu langsam, nicht zu schnell) der Spur nach. Es war schön ihr zuzusehen. Nach dem ersten 90 Grad Winkel konnte man sie nicht mehr so gut sehen weil sie in einer kleinen Senke gelaufen ist. Nach ein bisschen warten kam Haru mit einem Kaninchen im Maul wieder zum Vorschein und ist die Spur wieder zurück gelaufen.

Es folgte die Landmarkierung. Haru hat diese sehr genau beobachtet und markiert, dann tat sie allerdings etwas das sie auch im Training sehr gerne macht – sie hat zu mir hochgesehen und gewartet bis ihre Freigabe kommt. Leider hat sie dadurch das Bild etwas verloren und konnte die Tiefe nicht mehr richtig einschätzen, sie hat zu früh abgebremst und zu suchen angefangen. Konnte die Ente dann natürlich dennoch finden aber in der Beurteilung schlägt sich das eben bei Einschätzen der Entfernung als Erkennbar nieder.

Als nächstes folgte die Wasserarbeit, welche bei mir während des Durchlesens der PO am meisten Fragezeichen aufgezeigt hatte. Darauf war ich am meisten gespannt. Wir mussten uns hinter einem Baum platzieren, das Wasser war ca. 7 Meter (ich hoffe das stimmt denn im schätzen bin ich so schlecht…) entfernt, von unserem Standpunkt aus konnte man es nicht sehen. Fr. Wunder sagte mir dass ich Haru sobald ich ein „Platsch“ höre losschicken darf. Die Richter wollten einfach sehen wie nimmt der Hund das Wasser an auch wenn er nichts hineinfliegen hat sehen sondern nur einen akustischen Reiz bekommt. Also gut, ich hab das Platschen der Ente ins Wasser abgewartet und dann Haru einfach mit einem „OK“ freigegeben. Sie lief los und ich sollte nachkommen um zu sehen was passiert. Bis ich sie gesehen hatte war sie schon am Wasserrand und plantschte mit Nase oben im Wasser aber an Rand wo sie noch laufen konnte und versuchte irgendwas zu erschnuppern. Auf einmal hat sie die Ente im Wasser entdeckt und ist daraufhin zügig hingeschwommen um sie zu bringen. Brave Maus ❤️

Als letztes folgte nun noch die Frei Verlorensuche im Wald mit je einer Ente und einem Kaninchen in der Suche. Haru hatte sehr schnell das erste Stück auf der linken Seite gefunden, dann ging sie beim suchen aber nicht wirklich nach rechts sondern immer wieder nach links. Sie kam immer wieder leer zurück und ich versuchte sie weiter nach rechts reinzuschicken, sie drehte immer wieder ab. Fr. Wunder lies den Richter auf der rechten Seite daraufhin ein Geräusch machen, dann klappte es und auch das zweite Stück war drin.

Zum Schluss folgte die Beurteilung der Richter welche offen durchgeführt wurde. Sehr schön fand ich dass Hr. Luick meinte bei der Frei Verlorensuche sei Haru durch Dornen und Unwegsamkeiten ohne zögern hindurchgegangen als sie das Stück in der Nase hatte und bei der Schleppe ist sie wohl auch der vorherigen Schleppspur kurz gefolgt, dann aber wieder zurück auf ihre Spur. Ich finde sie hat das echt sehr schön gemacht!! Ich hatte wirklich Freude ihr zuzusehen.

Was man vielleicht noch wissen sollte, bei der neuen JAS haben alle Hunde „teilgenommen“, es gibt kein „bestanden“ oder „nicht bestanden“ mehr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.