19.08.2012 WT A Tanz auf dem Vulkan

Am 19.08.2012 findet in Fraukirch/Thür der Workingtest Tanz auf dem Vulkan statt. Wir haben einen Startplatz in der A bekommen 🙂 Am Samstag ab 12 Uhr werde ich als Herlfer agieren, bin gespannt was da auf mich zukommt!

Die Starterlisten sind online – in der A starten 74 Gespanne !!

Mehr Infos beim DRC Köln-Bonn !

Der WT ist rum – nun werd ich versuchen das Erlebte in Worte zu packen 🙂

Samstag klingelte mein Wecker schon unverschämt früh… halb vier ist nicht meine Zeit. Aber ich sollte schon um halb fünf bei Andrea und Barney sein, also blieb nichts anderes als in den sauren Apfel zu beissen. Das Auto hatte ich nen Tag zuvor schon gepackt, also Yumi versorgt und los.
Die Fahrt gen Norden verging erstaunlich schnell, wir haben drei kleine Pausen gemacht und waren dennoch schon eher als geplant in Fraukirch. Also erstmal ins Hotel und einchecken. Danach nochmal ne Runde mit den Hunden gedreht und hin um mit dem Helfen zu starten. Das Thermometer zeigte zu dem Zeitpunkt schon 35 Grad an. Weder Andrea noch ich waren sehr traurig darüber, dass anscheinend keine Helfer mehr benötigt wurden. Es wurde uns gesagt, dass pro Richter bereits zwei Stewards vor Ort wären. Also haben wir uns die Aufgaben bisschen angeschaut, gestartet sind ja F und O.
Wir beschlossen dann zurück ins Hotel zu fahren und uns auszuruhen. So bald aufstehen und die lange Fahrt, das schlaucht dann doch und am Sonntag wollten wir fit sein.

Sonntag – als erstes Anmelden und Startnummern abholen. Andrea und Barney hatten die 1 :O Yumi und ich die 9. Schonmal toll, waren wir in einer Gruppe.
Also kommen wir mal zur Aufgabenbeschreibung 🙂 Wie immer nehme ich für die Entfernungsangaben KEINE GEWÄHR!!!

Richter:

  • Heike Reichelt
  • Oliver Király
  • Herwig Deutinger
  • Werner Haag
  • Thomas Kühn

1. Aufgabe: Steadyness und Markierung (Werner Haag)
In ca. 20 Meter Entfernung stand ein Helfer neben einem großen Strohballen. Ein zweiter Helfer stand auf ca. 3 Uhr in weiterer Entfernung (ca. 50 Meter) hinter einem anderen Strohballen auf einem anderen Feld. Dazwischen war ein kleiner Hang, Gestrüpp und ein Weg. Als erstes sollte man zusammen mit Hund und Richter in Richtung des Helfers direkt vor einem gehen. Der gab irgendwann einen Schuss ab – stehenbleiben – zusehen wohin das Dummy fällt. Dieses Dummy sollte selbst geholt werden. Danach eine 90° Drehung in Richtung des zweiten Helfers. Der gab ebenfalls einen Schuss ab und warf erneut ein Dummy. Dieses sollte der Hund holen.

Tja, dass Fussarbeit nicht unsere Stärke ist war mir zuvor schon bewusst 😉 Yumi ging Fuss aber hald nicht so toll. Zudem hat sich die Hexe nicht hingesetzt als ich stehengeblieben bin. Da ich mir jedoch sicher war dass sie losgeht wenn ich nun losgehe um das Dummy aufzuheben, musste ich sie absetzen. Beim ersten Sit-Kommando passierte nichts, also nochmal mit Nachdruck. Dann ist sie gesessen und hat doof geschaut, weil ich selber losgegangen bin um das Dummy zu suchen (ich hätts fast nicht gefunden – LOL). Dann musste man noch ein paar Schritte nach vorne gehen um sich zu drehen. Yumi hat die ganze Zeit den Helfer hinterm Strohballen angeglotzt und wollte unbedingt da hin…. Als ich mich gedreht hab hats erst bissl gedauert bis sie endlich neben mir eingeparkt ist. Erneut ein Schuss und die Markierung auf dem anderen Stoppelfeld. Das war garnicht so leicht für die Hunde. Durch das hohe Gras am Feldrand konnten sie nicht sehen wo das Dummy hingefallen ist. Sie haben nur die Flugbahn gesehen. Dann mussten sie durch das höhere Gras mit Brennesseln, den kleinen Hang runter, über den Weg ins andere Feld. Yumi hat das recht schön gemacht finde ich. Sie hatte das Dummy relativ schnell in der Nase und mir zurückgebracht. Hr. Haag meinte, dass meine Fußarbeit noch verbesserungswürdig sei… 😉
17/20 Punkte

2. Aufgabe: Doppelmarkierung (Herwig Deutinger)
Man stand vor einem kleinen Bach, auf der anderen Seite in ca. 60 Meter Entfernung ein Helfer und am Bachlauf entlang, rechter Hand ebenfalls in ca. 60 Meter Entfernung ein zweiter Helfer. Die erste Markierung warf der Helfer auf der anderen Seite des Baches, die zweite der Helfer rechter Hand, in den Bach hinein. Man musste Herrn Deutinger vorher sagen, welches der beiden Dummies man zuerst holen will.

Ich habe mich für das zweitgeworfene Dummy entschieden. Bisher hat Yumi zu 99% das erstgeworfene Dummy geholt wenn ich sie selbst entscheiden hab lassen. Beim zweiten wusste sie dann nicht mehr genau wo das gelegen ist. Demnach kann sie sich das erste irgendwie besser merken dachte ich und so wars auch 🙂 Ich hab sie zuerst das im Bach, als zweites das auf der anderen Seite des Baches holen lassen – beides mal mit Apport und beide hat sie schön markiert. Ich hätte ihr für die Aufgabe 20 Punkte gegeben, mir wurde allerdings einer abgezogen. Das einzige was das verursacht haben könnte – Yumi hat mal wieder beim zurückkommen über den Bach einen geeigneten Weg gesucht. Aber sie hat nicht gezögert und auch keine Umwege gemacht. Hm… ich bin zufrieden damit, weiß auch nicht ganz, wie ich das üben kann dass sie direkt zurückkommt und nicht erst den besten Weg sucht. Das Problem hat sie fast jedesmal wenn ein Hindernis zwischen uns beiden ist.
19/20 Punkte

3. Aufgabe: Markierung mit Verleitung (Oliver Király)
Man stand auf einer Erhöhung, vor einem ein kleiner Graben (ich glaub mit einem winzigen Flußlauf… kann mich aber nicht mehr genau erinnern…). Rechts ein Helfer, Links ein Helfer. Zuerst hat der Helfer auf der rechten Seite eine Markierung auf die andere Seite des Grabens geworfen. Man hat sich in Richtung des linken Helfers gedreht und ist nen kleinen Trampelpfad entlang gelaufen. Stehen bleiben, zweiter Schuss und Dummywurf. Danach sollte man das zuerst geworfene Dummy holen lassen.

Schon wieder eine Aufgabe mit Fuss…. OMG… 😉 Yumi hat den Apport superschön gemacht. Gleiches Problem wie bei Aufgabe 1 – Fuss laufen war nicht so schön. Aber etwas besser! Und nachdem sie das Dummy aufgenommen hatte, musste sie ja wieder zurück durch den Graben. Genau wie bei Aufgabe 2 hat sie sich nen „schönen“ Weg gesucht. Aber noch extremer hätt sies nicht machen können. Sie kam in einem Bogen von hinten… Hr. Király meinte nur dass ich am Zurückkommen arbeiten sollte.
16/20 Punkte

4. Aufgabe: Double (Heike Reichelt)
Man stand auf einer Wiese und in ca. 80 Meter Entfernung stand ein Helfer der ein Double warf. Der Hund sollte beide Dummies nacheinander holen.

Sowas hatte ich noch nie geübt! Bei einem Double werden einfach zwei Dummies zur gleichen Zeit von einem Werfer geworfen. Hört sich irgendwie leicht an. Schwierigkeit war das Gelände. Es gab einen Geländeübergang von der Wiese auf ein Stoppelfeld und gleich darau ein Maisfeld. Viele Hunde haben den Geländeübergang nicht genommen oder sind zu weit gelaufen und ins Maisfeld rein. Auch diese Aufgabe hat Yumi toll gemacht und hier weiß ich genau (ich vermute zumindest) wo mir Punkte abgezogen wurden 🙂 Ich hab sie mit apport geschickt, als sie eins der Dummies aufgenommen hatte, hab ich lieber gleich gepfiffen – Madame neigt nämlich zu tauschen… (1. Punktabzug). Aufs zweite Dummy hab ich sie mit voran geschickt und im Gebiet den Suchenpfiff eingesetzt (Suchenpfiff -> 2. Punktabzug). Ich wollte aber vermeiden, dass sie großräumig zu suchen anfängt. Schlielich haben wir DAS noch nie geübt also wusst ich nicht wie sie reagiert. So wars für sie so ähnlich wie Dummy nachlegen 🙂
18/20 Punkte

5. Aufgabe: Verlorensuche und Markierung (Thomas Kuhn)
Man stand neben einem Maisfeld in ca. 15 Meter Entfernung ein Helfer. Ein zweiter Helfer war linker Hand auf der Wiese. Der erste Helfer hat das „verlorene“ Dummy beschossen. Danach entfernte er sich von einem weg. Als er ausser Sicht war sollte man mit Hund bis zu der Stelle gehen, von der aus der Helfer geschossen hatte und sich in Richtung Maisfeld drehen. Das Maisfeld war ca. 3 Meter entfernt. Den Hund nach Freigabe des Richters in die Verlorensuche schicken. Nach der Abgabe fiel ziemlich zeitgleich eine Markierung vom zweiten Helfer in die andere Richtung (Drehung um 180°). Diese sollte ebenfalls vom Hund nach Freigabe geholt werden.

Yumi war mittlerweile anzusehen, dass es 39 Grad hatte… die Zunge hing schon sehr weit heraus. Ich weiß dass sie dann das Dummy immer schlampig trägt und auch gerne mal fallen lässt. Tjaaaa vielleicht wird das ja mit der Zeit noch besser 😉 Diesmal war die Fussarbeit einigermaßen ok. Als ich mich in Richtung Maisfeld gedreht hab, hab ich gesehn, dass das Dummy fast direkt vor meinen Füßen liegt (ca. 2 Meter entfernt). Hab versucht Yumi nur in ne kurze Suche zu schicken, die süße Maus is allerdings erstmal etwas links ins Maisfeld reingehüpft 😉 Hab sie zurückgepfiffen, sie kam direkt vorm Dummy ausm Feld raus – nochmal Suchenkommando und sie hatte das Dummy. Dann hab ich versucht, sie schon vor der Abgabe in Richtung zweiter Helfer zu drehen. Das hab ich aus einem Seminar mitgenommen. Die Markierung fällt erst NACH der Dummyabgabe. Die Richtung hat gepasst, allerdings hat Yumi das Dummy halbscharig auf den Boden gelegt und wieder aufgenommen. Ich kanns ihr nicht verübeln… auf jedenfall standen wir dann richtig für die Markierung. Auch diese hat Yumi schön gearbeitet. Allerdings leider wieder fast das Dummy aufn Boden gelegt beim zurückkommen. Es war ihr zu heiß… ich find sie hats toll gemacht 🙂
15/20 Punkte

Insgesamt: 85/100 Punkte, sehr gut, 10. Platz

Es war ein anstrengender aber dennoch wunderschöner Tag! Ich hab viel dazugelernt und vielleicht komm ich nächstes Jahr wieder 😉 Übrigens…. es waren 74 gemeldet, definitiv da waren anscheinend nur 52. Schätze mal wegen der Hitze sind nicht so viele gekommen. Von den 52 haben 27 bestanden. Es gab viele Nuller – aber jeder ist um eine Erfahrung reicher 🙂 ….und der einzige Richter, der keine 20 Punkte vergeben hat war Thomas Kuhn. Ich vermute entweder war das Maisfeld zu verlockend oder die Hunde wurden vor der Dummyabgabe nicht in Richtung des zweiten Helfers gedreht, haben somit die Markierung nicht sehen können. Das ging nämlich verdammt schnell. Der Schuss fiel GENAU in dem Moment der Abgabe, man MUSSTE sich somit vorher gedreht haben.

Ein paar visuelle Eindrücke gibt es auch noch. Vielen Dank an Andreas Gerber fürs fleißige Fotografieren und dass ich deine Bilder hier einstellen darf!

  

 

 

Please follow and like us:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.