17.04.2015 Team WT O Windsor Charity WT

Wo: Windsor Great Park, GB

Richter:

  • Venetia Hugh Smith
  • Phil Allen
  • Alan Rees
  • Alan Buckland
  • John Stubbs
  • Barbara Kuen
  • Phil Highfield
  • Judy Rainey


Es war alles so spannend 🙂 Mein erster Englandbesuch stand vor der Tür und gleich am Anfang sollte ich beim Windsor Charity Team-WT mitmachen dürfen! …aber erstmal stand alles noch in den Sternen, ich wurde nämlich 2 Tage vor meiner geplanten Abfahrt noch krank und lag mit Grippe flach. Ich wusste bis zuletzt nicht sicher ob ich den weiten Weg fahren werden kann, dann aber gings mir tatsächlich (nachdem ich mich mit Medis vollgestopft hab und von meinem Arzt auch noch 3 Tage lang eine „Kur“ via Infusionen verpasst bekam) besser und ich konnte meine Reise antreten.
Am Donnerstag Abend gings also los, Freitag früh waren wir in Windsor angekommen. Am Vormittag traf ich das erste Mal auf meine Teammitglieder und wir haben ein kleines Training zusammen gemacht. Danach wurde noch gepicknickt und dann im Hotel eingecheckt. Abends nett gegessen und dann nichts ab wie ins Bett.
Am nächsten Tag gings los zum Charity WT, die Wetterprognose war sehr gut und es sollte ein superschöner Tag werden! Aber hier erstmal ein Teamfoto

Team 19 vlnr. Werner Haag, Ursula Moilliet, Steve Grütter, Jérémie Guéneau, Tanja Gewies
Team 19

So und nun zur Aufgabenbeschreibung, soviel vorweg – die Aufgaben waren alle sehr gut machbar. Die Schwierigkeiten lagen meistens im Gelände und den Witterungsbedingungen, so daß vermeindlich leichtere Aufgaben doch sehr tricky wurden. Zu den Bildern möchte ich noch anmerken dass es sein kann dass die eingezeichneten Punkte nicht ganz stimmen, bei manchen bin ich mir nicht 100% sicher ob das auch genau da war (von oben siehts hald noch ein bissl anders aus als von unten 😉 ).

Station 5: 1 unbeschossenes Blind (John Stubbs)
Der Reihe nach sollte jedes Teammitglied ein unbeschossenes Blind arbeiten. Man stand etwas erhöht und John meinte das Dummy liegt links von diesem Gebüsch. Rechter Hand ging es einen leichten Hang nach oben.

Aufgabe 5

Der Wind kam von links und wehte den Hang nach oben, deswegen entschied ich mich Yumi rechts an dieses Gebüsch zu schicken, um sie danach nach links suchen zu schicken. Leider hat sie der Wind noch etwas weiter nach rechts abgetrieben und dann hat sie der Hang nach oben gezogen. Ich musste zweimal stopen und zurückholen, bis sie dann doch zu dem Gebüsch lief, dort angekommen hat sie zuerst oben auf dem Geröll/Stein gesucht und ist dann hinter dem Gebüsch verschwunden. Nach kurzer Zeit kam sie links wieder zum Vorschein, mit Dummy. Als wir danach zur nächsten Aufgabe gewandert sind haben wir gesehn, dass es wahnsinnig schwer für den Hund war überhaupt Wind zu bekommen. Der Helfer saß direkt bei dem Gebüsch/Geröll/Stein und warf das Dummy quasi nur vor seine Füße. Links und rechts hat das Gebüsch den Wind des Dummies etwas aufgehalten, deswegen hat Yumi auch zuerst oben was gerochen wie es scheint.
89/100 Punkte (Team) – 17/20 Punkte (Einzel)

Station 6: Wassermarkierung (Barbara Kuen)
Der Reihe nach sollte jedes Teammitglied eine Wassermarkierung arbeiten. Man stand auf einem Weg der rechts neben dem Gewässer entlang ging. Weiter vorne wurde die Markierung ins Wasser geworfen.

Aufgabe 6

Nach der Freigabe hab ich Yumi geschickt, sie lief den Weg entlang und bog dann links ins Wasser ab. Nach nem kurzen Platsch (den Hund konnte man aufgrund des Baumbewuchses nachdem er abgebogen war nicht mehr sehen) hab ich auch schon gesehn, wie Barbara ihre Hand gehoben hat – Yumi hatte also das Dummy. Dann dauerte es ein bisschen bis sie wieder zum Vorschein kam, sie kam brav zurückgelaufen ohne sich zu schütteln 🙂 Perfekt!
87/100 Punkte (Team) – 20/20 Punkte (Einzel)

Station 7: Mark & Blind (Phil Highfield)
Der Reihe nach sollte jedes Teammitglied ein Blind und eine Markierung arbeiten. Man stand zuerst auf dem Weg und schaute Richtung Wiese, dann wurde die Markierung auf die Wiese geworfen. Dann sollte man sich um ca. 90° nach links drehen und ein unbeschossenes Blind arbeiten, das sich in der Waldschneise befand. Erst nach dem Blind kam die Markierung auf der Wiese dran.

Aufgabe 7
Aufgabe 7_1

Yumi hat die Markierung schön mitverfolgt. Dann hab ich sie weggedreht und auf das Blind geschickt. Sie ist direkt drübergelaufen, ich musste nichtmal pfeifen. Zuletzt durfte sie auch noch die Markierung holen die sie noch genau auf dem Schirm hatte.
97/100 Punkte (Team) – 20/20 Punkte (Einzel)

Station 8: Doppelmarkierung (Judy Rainey)
Der Reihe nach sollte jedes Teammitglied eine Doppelmarkierung arbeiten. Man hatte eine weite Wiese vor sich, die im Hintergrund kaum Anhaltspunkte lieferte. Die Helfer standen in einer sehr weiten Entfernung und warfen die beiden Dummies fast auf einer Linie. Das erste Dummy fiel etwas weiter vorne und sollte als erstes geholt werden.

Aufgabe 8
Aufgabe 8_1

Ui bei dieser Aufgabe gab es einige Nullen weil die Dummies wirklich fast auf einer Linie lagen und wenn man nicht rechtzeitig gestopt hat bekam der Hund sofort Wind vom hinteren Dummy. Ich hab versucht Yumi vor den Markierungen bereits etwas weiter nach links schauend zu setzen in der Hoffnung dass sie vom Winkel her dann einen Plan hat, welche Markierung ich denn gerne als 1. hätte. Sie hat beide gut beobachtet und ich hab sie losgeschickt. Sie lief wirklich eine sehr gute Linie (alle Hunde wurden vom Wind immer weiter nach rechts abgetrieben) und ich hab den richtigen Moment erwischt um sie zu stopen. Bereits während des drehens bekam sie Wind vom 1. Dummy – YESSS 🙂 Das 2. Dummy hab ich sie dann selbständig arbeiten lassen, hat super geklappt.
72/100 Punkte (Team) – 19/20 Punkte (Einzel)

Station 1: Mark & Blind (Venetia Hugh Smith)
Der Reihe nach sollte jedes Teammitglied eine Markierung und ein Blind arbeiten. Die Markierung war linker Hand und fiel in unübersichtliches Gelände. Die Markierung sollte zuerst geholt werden. Danach musste man sich ein wenig nach rechts drehen und den Hund einen kleinen Weg entlang schicken um das Blind zu arbeiten.

Aufgabe 1

Die Markierung hat Yumi gut gesehen und auch auf dem direkten Weg gearbeitet. Dann kam das Blind dran. Ich hatte die Richterin etwas zu genau genommen in ihrer Beschreibung wo sich das Dummy befindet. Sie meinte da bei dem Ast der von oben nach unten hängt im Schatten (so hatte ich es verstanden). Ich also Yumi genau dort gestopt und suchen geschickt. Yumi is dann auf einmal nach links abgebogen und kam auf der anderen Seite (wo es Richtung Markierung ging) wieder raus. Ich also nochmal gestopt und rechts geschickt. Dann war sie zu weit hinten, ich wieder vorgeholt und als sie im vermeindlichen Gebiet war suchen geschickt. Yumi hat nichts gefunden und ich dacht schon, das kann doch jetzt nicht wahr sein. Dann hat sie sich weiter nach hinten gesucht und ich hab sie mal machen lassen – schließlich hat SIE die Nase und promt hatte sie dann auch das Dummy gefunden. Da hat ich sie komplett falsch suchen geschickt ich doofi… manchmal isses doch besser den Hund einfach seine Arbeit machen zu lassen 😉
84/100 Punkte (Team) – 17/20 Punkte (Einzel)

Dann gab es eine Stunde Mittagspause. Bei uns gabs wieder lecker Picknick und Gem durfte auch mal aus dem Auto und ein bissl rennen 🙂

Station 2: 5 Blinds (Phil Allen)
Die Teammitglieder sollten sich der Reihe nach nebeneinander aufstellen. An 5 Bäumen (markiert mit farbigen Bändchen) war jeweils ein Blind für jedes Teammitglied zu holen. Man durfte sich selber entscheiden wer welche Farbe holt, die Reihenfolge erfuhr man dann beim Arbeiten, es ging den Farben nach.

Aufgabe 2

Ich bin mir jetzt nicht mehr sicher ob die auf dem Bild markierten Bäume stimmen und mit der Reihenfolge bin ich mir auch nicht mehr ganz so sicher… Auf jedenfall hatte ich mich für den 2. Baum entschieden. Als ich Yumi geschickt hab ist sie allerdings gleich in Richtung Blind 1 losgestartet welches zuvor gearbeitet wurde. Ich musst sie also stopen und schräg links schicken. Sie hat die Richtung sehr gut angenommen und kam auch bald mit dem Dummy zurück.
89/100 Punkte (Team) – 18/20 Punkte (Einzel)

Station 3: Doppelmarkierung (Alan Rees)
Die Teammitglieder sollten sich der Reihe nach nebeneinander aufstellen. Dann wurde jeweils eine Doppelmarkierung geworfen, das zuerst geworfene Dummy (links) sollte zuerst geholt werden, danach das rechte (Fallstelle nicht sichtbar, ging einen Hügel runter). Wenn das Gespann fertig war, wechselten sie ans Ende der Line und die Gespanne rückten nach.

Aufgabe 3

Yumi und ich waren als 2. dran. Auf die erste Markierung musste ich ganz schön handeln, sie ist erst zu weit gelaufen und dann durch den Hang auch noch nach rechts abgetrieben. Zuguterletzt haben wir es doch noch geschafft 😉 Die 2. Markierung hat sie dann problemlos gearbeitet, obwohl hier die Fallstelle nicht sichtig war. Den Hund hat man übrigens auch nicht mehr gesehen wenn er über die Hügelkante verschwunden ist.
60/100 Punkte (Team) – 17/20 Punkte (Einzel)

Station 4: Einzelmarkierung (Alan Buckland)
Der Reihe nach sollte jedes Teammitglied eine Markierung in einem Tal arbeiten. Die Schwierigkeit lag darin dass der Wind in diesem Tal total verwirrend für den Hund war und das Gelände zudem noch sehr unübersichtlich war.

Aufgabe 4
Aufgabe 4_1

Geplant war eigentlich, dass die Markierung in einen kleinen Graben fällt sodass sie nicht sofort sichtig ist für den Hund wenn er das Tal nach unten läuft (zumindest denke ich mir das so). Bei Yumi und mir ist das Dummy richtig schön für mich sichtig gelegen und ich war beruhigt dass ich zumindest beim einweisen keine Probleme haben werde weil ich genau wusste wo es lag. Yumi ist diesen steilen Hang nach unten gehechtet, hatte schon Angst sie überschlägt sich weil überall Äste rumlagen… und sie ging total streight aufs Dummy – pickte – und kam zurück – WOW!!
83/100 Punkte (Team) – 20/20 Punkte (Einzel)

Insgesamt: 661/800 Punkte, 19. Platz (Teamwertung) – 148/160 Punkte, 9. Platz (Einzelwertung)

Yumi hat in der Einzelwertung mit 2 anderen Hunden zusammen Platz 9 (von 160 Hunden) erreicht, bin schon ein bissl stolz auf die Maus 😀

Die weiteren Ergebnisse:
– 1. Platz im Team: Team 25 (Captain Keith Broomfield) mit 732 Punkten
– „Wooden Spoon“: Team 28 (Captain Frank Wright) mit 577 Punkten
– 1. Platz Einzeln: Jane Coley mit 153 Punkten

Den nächsten Tag gings dann weiter nach Wales zum Training bei Mark und Jamie Bettinson, es war unglaublich schön und sehr lehrreich!!! Nächstes Jahr bin ich wieder dabei hoffe ich 🙂

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