Wo: bei 92237 Sulzbach-Rosenberg, D

Richter:

  • Rainer Kern (DE)
  • Thano Keller (Ö)
  • Wolfgang Harrer (Ö)

…Hitze, Wahnsinn, durchgebrannte Köpfe bzw. das Beste ist wohl – einfach abhaken 😊
Nachdem es bei Gems letzten Workingtest sehr gut gelaufen ist war ich zuversichtlich und hab mich schon sehr aufs Gründeln gefreut. Allerdings hatte ich vergessen dass man ja bei dem WT in der O auch bereits in der Früh da sein muss… weiß nicht ob ichs mir mit meiner Meldung nicht doch nochmal überlegt hätte. Aber Augen zu und durch dachte ich. Gem ist allein sein (also ohne Yumi oder Zippo) nicht wirklich gewohnt und kommt da nicht zur Ruhe, also bin ich bei ihr im Auto geblieben in der Hoffnung dass sie wenigstens ein bisschen schläft, aber denkste. Nach stundenlangem Warten im Auto sind wir dann in der Hoffnung dass es bald los geht vor zur Anmeldung gegangen um dort eine weitere Zeit zu warten. Die F wollte bei der Aufgabe von Rainer einfach nicht weiter gehen… Thano und Wolfgang beschlossen dann schonmal mit den O Startern zu beginnen sonst hätte sich der Tag wohl ziemlich lange gestaltet. Also gings nun endlich los mit einer unausgeschlafenen Gem und einer Kopfschmerzen bekommenden Tanja. Irgendwie vertrage ich diese Temperaturen über 30° überhaupt nicht mehr… ich bekomme wirklich JEDES mal Kopfschmerzen, auch wenn ich nur im Schatten sitze und immer eine Kopfbedeckung auf habe. Wobei, vermutlich ist es nicht die Hitze sondern viel mehr diese drückende Schwüle die meinem Körper zu schaffen macht. Vorm Start noch schnell ne Schmerztablette eingeschmissen konnte es nun los gehen!!

3. und 4. Aufgabe: Markierung und Blind, Treiben und Blind (Wolfgang Harrer)
Die beiden Aufgaben waren ein wenig kombiniert. Es begann im Wald mit einem Treiben durch einen Farnstreifen (S1). Die Dummies wurden dabei wieder aufgehoben. Danach sollte man sich umdrehen und in Richtung Waldrand gehen (S2). Es folgte eine Markierung vom rechts schräg nach links hinten ins „Wasser“ (dort war mal Wasser, gestern nur Matsch). Man sollte aber zuerst ein Blind arbeiten, dass sich von der Position geradeaus durchs Wasser auf der Landzunge befinden sollte. Entweder im Gras oder den ersten Bäumchen hieß es. Danach ging man noch ein kleines Stück weiter Richtung Straße (S3) und durfte die Markierung holen. Dann wieder zurück zum Ausgangspunkt gehen von welchem aus man das Treiben beobachtet hatte und den Hund durchs Treiben hindurch geradeaus auf ein Blind schicken.

Das Treiben hat Gem sich brav angesehen, dann gings ab in Richtung Wasser. Bei uns ist dem Helfer zuerst das Dummy aus der Hand gerutscht, er musste es aufheben und nochmals werfen. Aber das war nicht schlimm. Die Fallstelle konnte man aus der Position nicht sehen, man hörte nur ein dumpfes „plop“. Ich hab Gem zum Blind ausgerichtet, sie lief los und wäre als erstes mal zur Markierung abgebogen… schonmal ein Indiz dafür dass sie nicht wirklich konzentriert war denn Verleitmarkierungen sind normalerweise überhaupt gar kein Thema… Ich hab sie gestopt und wieder ein bissl näher gepfiffen damit sie mich besser sieht und wieder auf die Linie kommt und dann back geschickt. Plan ging auf, sie schwamm zum anderen Ufer. Dort angekommen hab ich sie Suchen lassen, dann war sie ausser meiner Sicht und ich hab gestopt da ich Bedenken hatte dass sie zur Markierung nach links weiterlaufen könnte ohne dass ich es bemerke. Im Nachhinein wurde mir erzählt dass ich sie total unglücklich gestopt habe, sie hatte das Blinddummy schon im Fang… ich hörte es auf jedenfall auf einmal platschen und sah dass mein Hund mit einem Dummy im Fang kam. Ich dachte ok, das war nun das falsche, auch gut… Dann meinte Wolfgang ich solle nun mit ihm etwas weiter nach vorne gehen und die zuvor geworfene Markierung arbeiten. Ah es war DOCH das Blind?! Ich hatte mich komplett verschätzt… Ich hab Gem geschickt, sie hat nen kleinen Bogen ums Gestrüpp gemacht und das Dummy ohne mein Zuwirken gepickt.
15/20 Punkte
Dann gings wieder zurück zum Ausgangspunkt. Wir waren ein paar Wochen zuvor mit Zsolt Török genau an dieser Stelle bei dem Farn und damals waren in dem Farn Tennisbälle drin wenn ich mich richtig erinnere. Das hatte ich die ganze Zeit im Hinterkopf. Normalerweise hat Gem nicht wirklich ein Problem über alte Fallstellen zu laufen. Auch hier denke ich eine Verkettung dummer Umstände, ich hab sie geschickt und beim/im Farn machte sie einen kleinen Bogen nach rechts. Es hätte auch sein können, dass sie nur ein Hindernis umläuft doch ich wollte sie auf gar keinen Fall irgendwo verlieren deswegen hab ich sie sofort gestopt. Dann wollte ich sie einfach nach hinten weiterschicken – wiegesagt, normal kein Thema. Aber was ist schon normal 😛 Es war grausam, sie ist links und rechts den Farn entlang aber nie nach hinten. Ich habe wirklich überhaupt keine Ahnung was los war mit ihr 😥 Ich hörte irgendwann „letzte Chance“ und als ich sie wieder stopte und zurück schickte nahm sie es endlich an und pickte auch sofort das Blind. Allerdings hat ihr mein Rumgepfeife so Stress gemacht, dass sie mich bei der Abgabe seit Ewigkeiten mal wieder so richtig angesprungen ist mit Vorderbeine in den Bauch rammen. Das hätte mich eigentlich schon hellhörig machen sollen… ich dachte allerdings na vielleicht liegts wirklich daran dass wir an der Stelle das letzte mal eben diese Tennisbälle im Farn dringehabt haben dass sie mir nicht geglaubt hat.
3/20 Punkte

5. und 6. Aufgabe: Teamaufgabe Verleitmarkierung, Blind über Wasser, Markierung und Blind (Thano Keller)
Auch hier waren beide Aufgaben ein wenig kombiniert. Es war sehr viel weniger Wasser als auf dem Bild, da gabs keine Insel man konnte dort hin laufen. Der Starter mit der niedrigeren Nummer sollte sich in Richtung Wasser am Rand des Hangs mit seinem Hund positionieren, der andere Starter blieb etwas weiter hinten, oben. Es gab ein Treiben mit viel Geschrei und es fiel ein Dummy ins Wasser, welches dann aber an einer Schnur wieder zurück an Land gezogen wurde. Die Helfer konnte man dabei überhaupt nicht sehen. Das 1. Gespann konnte dabei zusehen, wie das Dummy langsam auf dem Wasser zurückgezogen wurde und irgendwann hinter der Insel verschwand. Währenddessen ging Thano zu Gespann Nummer 2 und bittete ihm zu folgen. Man entfernte sich ein wenig in Richtung angrenzenden Wald, dort wurde eine Markierung von rechts nach links (Wurfbahn aufgrund des Bewuchses nur sehr eingeschränkt sichtbar) über eine Schneise geworfen. Zuerst sollte man aber ein Blind arbeiten, welches sich in der Verlängerung der Schneise, am Helfer vorbei befand. Danach durfte die Markierung geholt werden. Wenn Gespann alles erledigt hatte gingen alle wieder zurück und Thano kam zu Gespann Nummer 1. Dort erklärte er, wo sich auf der anderen Uferseite des Gewässers ein Blind befand, welches man dann den Hund holen lassen sollte. Zuletzt wurden die Plätze getauscht und alles ging von vorne los.

Da wir das Team mit der niedrigeren Nummer waren mussten wir zuerst unten bei der Wasserverleitung warten bis das andere Team oben im Wald die Aufgaben erledigt hatte. Gem fand es sehr sehr spannend wie das Dummy langsam ausser Sicht gezogen wurde, sowas hatte sie bis dato auch noch nie erlebt 😉 Aber sie wartete brav und mir kams wie eine Ewigkeit vor. Irgendwann kam Thano dann aber zurück und erklärte mir wo das Blind lag. Ich hab Gem losgeschickt und natürlich wollte sie erstmal gucken wohin das Dummy verschwunden war. Ich hab sie also gestopt und nochmal back geschickt woraufhin sie aber trotzdem ganz kurz verwand. Ich hab also sofort wieder Kommpfiff draufgesetzt und sie kam auch sofort wieder in Sicht, aber bereits im Wasser, schwimmend. Dann hat sie sich von selbst richtig eingedreht und ich hab ihr ein „go“ nachgerufen. Sie kam an Land etwas zu weit links an, ich hab sie nochmals gestopt und nach rechts suchen lassen. Das Dummy hatte sie dann auch sofort und kam zurückgeschwommen.
16/20 Punkte
Als nächstes waren wir mit der Markierung und dem Blind dran. Gem hat das Dummy meiner Meinung nach zu keiner Zeit fliegen sehen, was die Sache sehr erschwert denn die Fallstelle war dermaßen dicht bewachsen dass man dem Hund überhaupt nicht helfen konnte… naja. Ich hab sie also ausgerichtet um sie aufs Blind zu schicken. Es hat sie andauernd nach rechts in den Wald gezogen?! Ich musste jedesmal stopen sie wieder in die Schneise pfeifen und dann wieder back da ich im Wald schräges back einfach vergessen kann weil sie so schnell verschwunden ist wenn sie es nicht annimmt. Es war fürchterlich, ein Pfeifkonzert… ich glaub beim zweiten oder dritten mal back schicken war sie sogar richtig und was mach ich Doofi?? Nur einen Suchenpfiff anstatt sie zu stopen um den Rennmodus rauszubekommen. Natürlich rannte sie wieder nach rechts weg… ich war total verzweifelt und hab innerlich nach einiger Zeit aufgegeben. Total vermurkst, ich hätte am liebsten einfach von neuem angefangen was natürlich nicht geht bei nem WT 😉 Gem hat ab nem gewissen Zeitpunkt natürlich kaum mehr was angenommen sogar mein Stoppfiff wurde überhört, sie war nur mehr am rennen. Da hörte ich wieder „letzte Chance“ und genau wie zuvor hab ich sie dann endlich da hinbekommen. Tja und dann noch die Markierung. Ich hab sie angesetzt und sie rannte schnurgerade dahin wo ich das Dummy vermutete. Ey, dachte ich, hat sie DOCH was gesehen? Als ich dachte sie könnte am Ziel sein (sehen konnte man ja rein gar nichts) hab ich ihr den Suchenpfiff gegeben und wir haben erstmal gewartet. Doch Gem kam in der Schneise in Höhe des Helfers wieder zum Vorschein. Ich sie also wieder nach links reingeschickt, aber wieder kam sie diesmal weiter oben ohne Dummy zum Vorschein und so ging es weiter… kennt ihr das wenn man sich total machtlos fühlt? Ich konnte ihr nicht helfen, sie fand nix, ich wollte sie nicht zum 10. mal da reinschicken, hab eigentlich nur gehofft dass es bald zuende ist was es dann auch war. Thano meinte ich solle sie zurück holen nachdem sie bei der letzten Chane auch wieder ohne Dummy zum Vorschein kam.
0/20 Punkte

Mittlerweile hatte ich übelste Kopfschmerzen und Gem war total ausser Rand und Band, vor lauter rumpfeifen hörte sie gar nicht mehr richtig zu und dass sie durch Zufall zum Erfolg kommt, davon halte ich auch nichts… deswegen hab ich mich dann dazu entschieden abzubrechen weil alles andere überhaupt keinen Sinn gemacht hätte. Das einzige was sie da lernen kann ist ich renne rum und irgendwann find ich das Ding schon. Wäre es eine Aufgabe gewesen bei der ich rausgehen kann um sie darauf aufmerksam zu machen dass es mich auch noch gibt wäre ich zur nächsten Aufgabe gegangen um diese wie bei einem Training zu lösen. Leider waren die letzten beiden Aufgaben im Wasser, also nicht möglich da irgendwas zu korrigieren denn zum schwimmen hatte ich auch kein Bock 😛 So hab ich mir mein Leistungsheft abgeholt, mich verabschiedet, Gem gefüttert und mich dann ins kühle Auto gesetzt. Hier wurden auch meine Kopfschmerzen sehr bald gottseidank wieder besser !!

Die letzten beiden Aufgaben kann ich euch dennoch beschreiben, mit freundlicher Unterstützung von Stephan Linz, der mir die Punkte eingezeichnet hat und auch gleich noch eine Beschreibung mitgelifert hat. Ganz lieben Dank hierfür Stephan ♡
1. und 2. Aufgabe: Verleitmarkierung und 4 Blinds (Rainer Kern)
Man steht an S1, eine Schuß fällt und Verleitung V wird hinter der Insel ins Wasser geworfen und danach an einem Seil wieder rausgezogen. Danach ist Blind B1 zu holen, dann B2. Man geht mit dem Richter zu S2, von dort sind B3 (Hund ab einer bestimmten Stelle nicht mehr sichtig) zu holen, dann B4 von der Insel. Der See führte wesentlich weniger Wasser als auf dem Bild, was die Aufgaben wesentlich erschwerten, wirkte die Insel viel größer und für die Hunde anziehender und die Wasserfläche war wesentlich schmaller, was die Hunde zusätzlich verleitet hat zur Insel zu schwimmen.

Insgesamt: 34/120 Punkte, abgebrochen

Von den 15 Startern in der O gab es 1 sehr gut, 4 gut, 1 bestanden, 4 abgebrochen und 5 nicht bestanden, das war irgendwie schon ein merkwürdiger Workingtest…

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