Wo: bei Backnang

Richter:

  • Carsten Schröder
  • Jürgen Laux
  • Stefan Steidl

…Gem goes F
Der letzte Workingtest den ich dieses Jahr mit beiden Mädels unbedingt mal wieder melden wollte. Ich war schon einige Jahre nicht mehr beim RMC wegen Welpen und Läufigkeit. Gem wurde rechtzeitig läufig also hab ich sie sofort angemeldet, bei Yumi wars nach dem Wurf fraglich wann genau sie wieder läufig werden würde. Ich hoffte aber, dass sie noch bis nach dem Wochenende warten wird und hab sie ebenso angemeldet 🙂 Mal wieder ein Workingtest zusammen mit Silke und Fine und mit Ursi und Schwester Patch, hab mich schon sehr gefreut auf diesen Tag!! Leider hat mir dann die Natur doch noch einen Strich durch die Rechnung gemacht und Yumi wurde am Montag vor Beginn des RMC läufig 🙁 Na ja, hilft nix. Gems Start war ja sicher 🙂 🙂 🙂
Es gab sehr schöne Aufgaben zu lösen, die allerdings für Gem schon noch recht schwierig waren. Aber wie heißts so schön? Man wächst an seinen Aufgaben 😉

5. Aufgabe: Teamaufgabe – Memorymark, beschossenes Blind und Markierung (Stefan Steidl)
Die beiden Teams (niedrigere Startnummer rechts T1, höhere Startnummer links T2) standen in einer Senke, vor einem ein kleines Gebiet mit gutem Bewuchs in dem sich mehrere Blind befanden. Es wurde zuerst links eine Markierung in den Hang geworfen, danach wurde rechts eine Markierung in den anderen Hang geworfen und zum Schluss wurde noch ein Schuss ins Gebiet mit den Blinds abgegeben. Nun sollte T1 als erstes eines der Blinds geradeaus holen, danach T2 eines der Blinds. Dann gabs nochmal eine Markierung nach links, die direkt von T1 gearbeitet werden durfte, danach eine Markierung nach rechts die direkt von T2 gearbeitet werden durfte. Zum Schluss sollte T2 von links nochmals eine der Markierungen holen und dann T1 von rechts.

aufg5

Als wir die Aufgabe erklärt bekamen dachte ich zuerst dass wären bereits 2 Aufgaben in einer – nein es handelte sich um die erste Aufgabe!! Ok, soweit sogut – auf etwas ZWISCHEN 2 Markierungen schicken hatte ich mit Gem zuvor noch gar nicht gemacht gehabt. Ich hab demnach damit gerechnet dass sie vermutlich etwas verwirrt sein könnte und so war es auch 😉 Die beiden Hunde beobachteten M1 und M2, dann sollte ich Gem auf eines der Blinds schicken. Sie läuft los und möchte nach links M1 holen, ich gestopt um mit der rechten Hand schräg nach hinten zu schicken. Gem dachte sich – ah ok, die also nicht DANN die andere 😉 und ist Richtung M2 gestartet. Ich also nochmal gestopt und diesmal mit der linken Hand schräg nach hinten geschickt. Man hat richtig gesehen wie es im kleinen Gemhirn gerattert hat, sie stockte noch ein paarmal und war hin und hergerissen wohin sie denn nun sollte, ist dann aber richtig ins Gebiet gelaufen und hat auch schnell eins der Dummies gefunden. Dann warteten wir bis T2 fertig war. Es fiel M3 in den linken Hang und ich bekam meine Freigabe. MEINE ??? Freigabe ??? ich war etwas konfus und musste erst nochmal auf mein Nummernschild schaun ob ich tatsächlich Nummer 15 war und machte nach dem vergewissern einen entscheidenden Fehler – ich nahm meine Hand raus, woraufhin Gem natürlich nach oben gucken. Sie hatte davor das Dummy fixiert und hätte ich nur ihren Namen gesagt um sie zu schicken, wäre die Chance etwas größer gewesen dass sie die Markierung auch zügig gefunden hätte. So lief hald nun alles schief was schief laufen konnte, sie war immer einige Meter zu kurz, lief zum Helfer, war wieder im Gebiet mit den Blind (WO NOCH ANDERE DUMMIES LAGEN !!!) und ich hab mich gewundert wieso ich sie da nicht wegbekommen hab denn normal ist sie echt sehr brav. Es war ein hin- und hergewürge, Gem hat irgendwann auch nicht mehr wirklich zugehört und Stefan meinte – so, letzter Versuch. Ich also nochmal versucht sie den Hang höher zu bekommen, wieder zu kurz und wieder hangabwärts… ich hab mich entschieden sie zurückzuholen weils mir ehrlich gesagt gereicht hat. Also tüt tüt tüt tüt… Gem kommt etwas näher und bekommt dann wohl doch Wind, rennt zum Dummy und pickt. OMG was für ein Nervenkitzel. Viele Punkte werden hierfür wohl nicht mehr vergeben werden… aber egal 😉 Dann warteten wird T2 ab welche zuerst die direkte Markierung nach rechts arbeiteten und im Anschluss gleich das Memorymark nach links. Dann kamen wir fürs Memory Mark nach rechts dran, was Gem wieder (mit etwas Hilfe) schön gemacht hat.
8/20 Punkte

6. Aufgabe: Markierung und beschossenes Blind (Stefan Steidl)
Man befand sich nun auf dem Hang auf den zuvor die rechte Markierung gefallen war mit Blickrichtung auf das Gebiet mit den vorherigen Blinds. Auf der anderen Seite des Gegenhangs wurde zuerst eine Markierung ungefähr ins gleiche Gebiet wie zuvor M1 und M3 geworfen (die Hunde mussten also durchs Gebiet durch in dem zuvor die Blinds gelegen hatten), dann wurde ein Blind beschossen welches sich am Rand des Bewuchses am Ende des vorherigen Suchengebiets befand. Dann sollte zuerst die Markierung gearbeitet werden und danach das Blind.

aufg6

Gem hat die Markierung schön beobachtet und sich, als ich mich etwas nach rechts zum anderen Schützen gedreht habe, ebenfalls Richtung Schütze gedreht. Dann hab ich meine Freigabe bekommen und Gem wieder Richtung Markierung gedreht und geschickt. Sie lief zielstrebig los und war schnell in dem bewachsenen Graben nicht mehr zu sehen. Ich konnte nur noch erkennen, dass sie etwas zu weit nach rechts abgedriftet war. Also warten… ich hatte bedenken ob sie beim Gegenhang ankam oder sich da unten festsucht, aaaaber sie KAM an 🙂 war aber tatsächlich zu weit rechts. Mit etwas Hife kam sie dann aber relativ zügig bei der Markierung an und kam durch den Graben wieder zurück. Dann Richtung Blind ausgerichtet. Gem lief schnurstraks am Rand entlang, auf Höhe des zuvor beschriebenen Punktes wo sich das Blind befinden sollte hab ich sie gestopt und nach links zum suchen geschickt, wo sie auch sehr schnell zum Erfolg kam. Sehr schön 🙂
15/20 Punkte

2. Aufgabe: Memorymark und Markierung im Wald (Jürgen Laux)
Ich hoffe man kann meine kleine Zeichnung unten erkennen 😉 Man befand sich auf einem kleinen Weg, links Wald und Bewuchs, rechts ging es einen steilen Hang nach unten und dann wieder nach oben. Zuerst wurde eine Markierung von rechts nach links über den Weg in den Bewuchs geworfen. Dann sollte man sich um ca. 90° drehen und einige Schritte Richtung Abgrund gehen. Dort wurde die Position des zweiten Helfers erklärt und man konnte sich nochmals so hinstellen, dass der Hund auch die Chance hatte so viel wie möglich zu sehen. Der zweite Helfer warf eine Markierung in den Gegenhang, die etwas nach unten kullerte. Diese durfte direkt nach Freigabe gearbeitet werden. Danach sollte man zurück zum Ausgangspunkt und von dort die zuerst geworfene Markierung arbeiten.

aufg1

Die erste Markierung war (für mich) nicht sehr gut zu sehen, aber man könnte die Bäume rascheln hören und den Aufprall des Dummies. Dann haben wir uns weggedreht und sind die paar Schritte Richtung Abhang gegangen. Dort nochmals ausgerichtet und die zweite Markierung beobachtet. Nach Freigabe schickte ich Gem direkt los, sie war sehr fokussiert und lief auch durch diesen fiesen, mit Dornen und Stacheln durchsetzten Graben, bis zu einer Stelle an der sie irgendwie nicht weiterkam (ich hab nachher gesehn dass sie nen Dorn zwischen ihren Augen an der Stirn stecken hatte…). Dort ist sie erstmal umgedreht und wieder etwas zurückgelaufen. Ich hab sie gestopt und wieder in Richtung Dummy geschickt, das hat sie auch angenommen und diesmal kam sie etwas weiter oben an diesem Gestrüpp vorbei, lief dann zuerst zu der Stelle an der das Dummy aufgekommen war und lief auf der Spur des Dummies wieder etwas nach unten um dann zu picken. Danach gingen wir wieder zur Ausgangsposition, ich hatte mich entschieden wie auf ein Memory zu schicken. Gem nahm meine direkte Richtung nicht an (ging durch Gestrüpp) sondern lief erstmal den Weg entlang. Sie hatte sichtlich NULL Plan, dass da irgendwann mal eine Markierung gefallen war, Info komplett gelöscht. In Höhe des Helfers hab ich sie gestopt um sie nach links in den Bewuchs zu schicken. Dort hat sie gesucht wie ein Weltmeister aber eine gefühlte Ewigkeit nichts gefunden. Sie wollte wieder zurück auf den Weg, ich also nochmals gestopt und wieder ins Gebiet um sie weiterzusuchen lassen. Gefühlt hat sie diese komplette Stelle von oben nach unten umgedreht und dann (ENDLICH) dieses Dummy gefunden. Puh, meine Nerven!!! Jürgen meinte dann noch, dass ihm Gems Arbeitsstil sehr gut gefallen würde, aber dass man gesehen hat, dass sie das erstgeworfene Mark überhaupt nicht mehr gewusst hatte. Ich sollte Memorys in dieser Art viel mehr üben mit ihr damit sie da sicherer wird.
10/20 Punkte

1. Aufgabe: Markierung und beschossenes Blind (Jürgen Laux)
Es wurde eine Markierung relativ nah nach links in einen kleinen Bereich mit hohem Bewuchs geworfen, danach wurde ein Blind beschossen welches sich im Gegenhang am Ende des Waldstücks befand. Der direkte Weg zum Blind wurde von einem (laut Jürgen) sehr ekligem und sumpfigem Schilfgürtel „versperrt“. Jürgen wollte, dass sich die Hundeführer vor dem schicken genau überlegen, welcher Weg zum Blind am klügsten wäre. Er meinte ausdrücklich, dass er keinen Wert darauf legt in einem Kommando beim Dummy zu sein sondern dass er es begrüßt die Zusammenarbeit Mensch-Hund sehen zu dürfen. Er hatte auch nochmal erwähnt, dass die Stelle des Blinds extra so gewählt wurde, dass die Hunde nicht ohne „Eingreifen“ des Hundeführers Wind bekommen werden. Das Blind war zuerst zu arbeiten, danach die Markierung als Memorymark.

aufg2

Gem hat die Markierung gut beobachtet und den Schützen der das Blind beschossen hat ebenso gesehen. Ich hatte mich entschieden, sie nicht durch den Schilfgürtel zu schicken sondern links dran vorbei. Sie lief schön los, nach dem Schilfgürtel etwas rechts und kam tatsächlich beim Gebiet des Blinds an. Aber anstatt sie zu stopen und nach links suchen zu schicken (Jürgen sagte doch die Hunde werden ohne Zutun keinen Wind bekommen Tanja !!!!), hab ich nur den Suchenpfiff gegeben und Gem ist erstmal suchend vorbeigelaufen. Ich sie also wieder zurückgeholt, dann lief sie zu weit nach links und ich musste ein wenig handeln, hab sie aber zum Blind bekommen, wenngleich es schöner hätte sein können 😉 Ich wollt mal wieder stopen obwohl sie schon Wind vom Dummy hatte… schlechter Hundeführer… Zum Schluss hab ich Gem Richtung zuvor geworfenem Mark gedreht und sie geschickt. Das hat sie dann wieder sehr schön gemacht!
18/20 Punkte

3. & 4. Aufgabe: langes und kurzes Wassermark, kurzes und langes Blind (Carsten Schröder)
Es hab einen Bereich auf dem Damm welcher abgesteckt war und wo man sich frei positionieren und bewegen durfte. In der rechten Ecke des Sees befanden sich einige Dummies welche nicht zu holen waren (zuvor geschossene Enten der Jagd). Zuerst wurde von links eine lange Markierung hinter eine kleine Insel geworfen (Dummy trieb weiter ab und war von Startposition aus nicht sichtig), danach von rechts eine etwas kürzere Markierung. Ebenso zu holen waren noch ein kürzeres Blind und ein längeres Blind. Man durfte nach Freigabe selbst entscheiden in welcher Reihenfolge man die 4 Dummies arbeiten wollte.

aufg34

Schöne Aufgabe, dennoch sehr komplex und hat mich vor das Rätsel gestellt – WELCHE der beiden Wassermarkierung soll ich Gem zuerst holen lassen?? Eigentlich hatte ich dazu tendiert die kürzere Markierung zuerst zu holen, dann ist die zumindest schonmal weg und keine Ablenkung mehr. Aber da ich ja nun wusste, dass Gem sich Memorymarks nicht gut merken kann – bekomm ich sie dann noch diese weite Strecke nach hinten bis zu der Insel?? Ich wollte mir erst ein Bild machen wo die Wassermarkierungen genau hinfallen und dann entscheiden. Positioniert hatte ich mich so weit links wie möglich in der Hoffnung, dass Gem die weite Markierung hinter die Insel irgendwie noch sehen kann. Dieser Plan ging auf 🙂 Gem hatte andauernd den rechten Helfer im Visir, auch als der Schuss von links kam und die weite Markierung geworfen wurde und ich dachte schon – oh nein, bitte guck doch noch hin als komplettes Blind isses schon schwer für dich kleine Maus. Im letzten Moment guckte sie doch noch und konnte das Dummy aufs Wasser platschen sehen (yesss!). Dann die rechte, kürzere Marierung. Vom Winkel her fand ichs völlig ok sie vorbei zu schicken, also stand fest, ich versuchte zuerst die lange Markierung zu holen. Gem also nach vorne ausgerichtet und mit dem Vorankommando geschickt um ihr einfach jegliche mögliche Verwirrung zu nehmen, damit klar war sie soll da nach vorne!! Schnurstraks schwamm sie Richtung Stelle wos geplatscht hat. Ein paarmal kam noch ein kurzer Blick nach rechts in Richtung anderes Dummy, aber sie schwamm brav nach vorne weiter. In der Nähe der Insel wollte sich dann nach rechts zum Ufer Richtung Helfer, ich also gestopt und im Moment als sie den Stoppfiff vernahm, korrigierte sie sich selbst und schwamm weiter Richtung Insel. Dort ist sie ausgestiegen und nach hinten verschwunden, man sah erstmal gar nichts mehr. Ich war mir aber sicher dass sie noch wusste dass da ein Dummy war weil sie dermaßen zielstrebig war. Endlich raschelte es auf der Insel und sie kam MIT Dummy wieder zum Vorschein 😀 Was war ich stolz auf sie!! Dann stellte sich mir die Frage, gehe ich nun weiter nach rechts um sie auf die kürzere Markierung zu schicken, damit sie nicht so weit schwimmen musste? Oder bleib ich an der Stelle wo sie selbst die Markierung gesehen hatte. Hab mich fürs letzte entschieden. Aaaaaber Gemsi hatte die Markierung schon wieder vergessen und ist erstmal wieder Richtung Insel gestartet. Ich hab sie ein wenig weiterschwimmen lassen damit sie etwas vom Ufer wegkommt, dann gestopt und rechts geschickt. Sie schwamm ein bissl rechts und dann doch wieder Richtung Insel. Ich also nochmal gestopt und wieder rechts, diesmal nahm sie das Kommando besser an und man konnte sehen wie sie die Wasseroberfläche abgescannt hat. Es dauerte nicht lange und sie hatte das Dummy im Blick – juhuuuu! Ich ging dann weiter nach rechts damit sie nicht den ganzen Weg wieder zurückschwimmen musste. Als nächstes wollte ich das kurzere Blind arbeiten. Gem also angesetzt und geschickt. Sie lief fast perfekt und als ich schon eingreifen wollte und der Stoppfiff ertönte, hatte sie Wind und sich selbst korrigiert (irgendwie war wieder mal der Tag der ungüstigen Stoppfiffe meinerseits). Dann gingen wir wieder an die ganz linke Seite des Bereichs und ich hab sie auf das längere Blind geschickt. Gem lief zuerst ein bissl den Weg entlang, ich also gestopt und sie weiter nach links geschickt, was sie auch machte. Sie war noch etwas zu kurz, ich wollte sie nochmal stopen um sie weiter in Richtung Band welches die Stelle des Blinds markierte zu schicken. Beim Stoppfiff merke ich schon, dass sie was in der Nase hat… grrrr ich Doofi… also back geschickt, sie dreht sich um und pickt sofort. Naja, ich doof – Hund gscheid 😉 Was war ich megastolz auf Gem dass sie diese komplexe Aufgabe SO gut gelöst hatte. Lob gabs auch von Carsten, er hatte nur an der kurzen Wassermarkierung zu beanstanden, dass Gem da etwas viel Hilfe für brauchte. Ansonten fast volle Punktzahl meinte er und das wäre ein Hund, der für ihn als Judges Choice in Frage kommt, da sie so schön gearbeitet hat. *megafreu*
19/20 Punkte und 15/20 Punkte

Insgesamt: 85/120 Punkte, gut, 6. Platz

Ich bin sehr stolz auf die kleine Gem! Zwar hab ich mich über mich selbst ein paarmal ärgern müssen, sie hat trotzdem das Beste draus gemacht 🙂

der „müde Krieger“ heute
muederkrieger
Please follow and like us: