Herz

TD – Trikuspidaldsplasie

Die Trikuspidalklappendysplasie ist eine angeborene Herzerkrankung, bei welcher der Klappenapparat der Trikuspidalklappe nicht richtig entwickelt ist. Diese Herzklappe dient als Ventil zwischen der rechten Hauptkammer und dem rechten Vorhof. Sie verhindert dort während der Austreibungsphase (Systole) des Herzens den Rückstrom von Blut in den rechten Vorhof. Ist diese Klappe fehlgebildet und somit undicht, kann das Blut in den rechten Vorhof zurück fließen. Dies führt bei einer schweren Ausprägung der Krankheit zu einem Blutstau in den Körperkreislauf, was sich u.a. in Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchhöhle (Aszites) äußert. Kommt es zur Bildung von Aszites, befindet sich das Tier im Stadium des Herzversagens. Hier muss mit einer medikamentellen Therapie eingeschritten werden.
Quelle und mehr Infos © TA Markus Killich und Dr. Gerhard Wess

Sehr interessante Homepage über TD und andere Herzerkrankungen beim Labrador Retriever
TD

DCM – Dilatative Kardiomyopathie

Die dilatative Kardiomyopathie (auf englisch „Dilated Cardiomyopathy“, deshalb hat sich DCM als Abkürzung etabliert) ist eine Erkrankung des Herzmuskels, bei der sich das Herz erweitert und schwach schlaegt.
Kardiomyopathie bedeutet Erkrankung des Herzmuskels. Eine Dilatative Kardiomyopathie ist gekennzeichnet durch eine herabgesetzte Kontraktilität des Herzens, es liegt also eine Pumpschwäche der Herzmuskulatur vor. Das hat zur Folge, dass zu wenig Blut in den Körperkreislauf gelangt und somit der Blutdruck sinkt. Dieser Blutdruckabfall aktiviert verschiedene neurohormonelle Kompensationsmechanismen, mit denen der Körper versucht, durch Flüssigkeitsresorption in der Niere das Blutvolumen zu erhöhen. Dadurch steigt zwar der Blutdruck, das Herz kann aber mit der Mehrbelastung bedingt durch das höhere Blutvolumen nicht fertig werden. Es kommt zur Dilatation, d.h. zu einem Auseinanderwachsen der Herzmuskulatur, was zu einer weiteren Schädigung des Herzmuskels führt. Häufig treten im Verlauf der Erkrankung auch Herzrhythmusstörungen auf, welche in einigen Fällen zum plötzlichen Herztod führen können.
Quelle und mehr Infos © Dr. Gerhard Wess

PE – Perikarderguss (Herzbeutelerguss)

Es handelt sich Ansammlung von Flüssigkeit (z.B. Blut) innerhalb des Herzbeutels. Der Herzbeutel wird auch Perikard genannt. Während der klinischen Untersuchung können eventuell schon Anzeichen hierfür gefunden werden. Hinweise auf einen Perikarderguss lassen sich im Röntgen und EKG erkennen. Das diagnostische Mittel der Wahl ist jedoch der Ultraschall.
Quelle und mehr Infos © Markus Killich und Dr. Gerhard Wess