Richter:

  • Anja Leistenschläger, Verbandsrichterin JGHV
  • Karl Stacheter, Verbandsrichter JGHV
  • Kerstin Stacheter, Verbandsrichterin JGHV


An einem doch recht kalten Sonntagmorgen fand sich eine kleine, nette Gruppe bestehend aus 3 Richtern und 4 Hundeführern samt ihrer Hunde in Kirchseeon zur JP/LR ein. Zuerst wurde bei einem gemütlichen Zusammensitzen das Offizielle erledigt, Ahnentafeln in Empfang genommen, Impfpässe und Versicherungsnachweise gecheckt und alles im durch den Holzofen schön angewärmten Stüberl, ein Traum! Danach wurde besprochen, wie die Prüfung im Allgemeinen ablaufen wird. Die Prüfungsfächer wurden nochmals erklärt und man konnte Fragen stellen. Dazu gabs Kaffee, Butterbrezen und Kuchen 🙂 Ich fand es wirklich super dass nochmals genau auf die Prüfungsfächer eingegangen wurde, es war zwar nicht meine erste Jugendprüfung, aber die erste beim LCD und die Fächer unterscheiden sich schon ein wenig. Ich hatte mir im Vorfeld die Prüfungsordnung mehrfach durchgelesen, dennoch ist es angenehmer wenn man es nochmals gesagt bekommt was man besser nicht tun sollte oder dann tun soll wenn man dazu aufgefordert wird 😉
Als alle Fragen geklärt waren gings auch schon los ins Revier.
Die Hunde wurden in allen Fächern nacheinander im selben Gelände geprüft, zuerst die beiden Rüden und danach die beiden Hündinnen. Ich hab mich sehr gefreut dass Caro mit Clooney an diesem Wochenende Zeit und auch Lust hatte die Jugendprüfung zusammen mit mir und Hajrá zu laufen. Für Caro war es die erste Prüfung und für Clooney ebenso.

Die Prüfung begann mit einer Chipkontrolle um sicherzustellen, dass auch der richtige Hund vorgestellt wird. Bei den ersten beiden Hunden ging ich mit um Fotos zu machen, die Hündinnen wurden dann von Caro fotografiert – herzlichen Dank hierfür, ich bin immer froh wenns Bilder gibt!!!

Nun mal zu den einzelnen Prüfungsfächern:

1. Markieren, Merken (30 Meter)
Hierbei wurde eine Ente als einfache Markierung auf eine Wiese geworfen (ca. 30 Meter). Der Hund musste angeleint oder frei sitzen bleiben bis zur Freigabe des Richters und durfte dann apportieren. Die Punkte werden danach vergeben, wie gut der Hund sich die Fallstelle gemerkt hat.
Ich hab Hajrá abgeleint und dem Schützen mitgeteilt dass ich fertig bin. Hajrá hat brav gewartet bis zur Freigabe, dann schoss sie los, hat die Ente kurz überlaufen aber sofort Wind und wieder kehrt gemacht um sie zu picken und zu kommen.

2. Markieren, Merken (50 Meter)
Die Richter gingen nochmals ca. 20 Meter weiter nach hinten und warfen erneut eine Ente als einfache Markierung auf eine Wiese. Der Hund musste somit erst über die alte Fallstelle um zum Stück zu kommen.
Ich hatte Hajrá wieder abgeleint, diesmal ist die Ente nicht so hoch geworfen worden, denke aber dass Hajrá sie dennoch gesehen hat. Nach Freigabe ist sie wieder losgerannt, kurz bei der alten Fallstelle langsamer geworden und hat die Nase eingesetzt, aber dennoch weiter nach hinten gelaufen, einen kurzen Bogen Richtung Schütze/Werfer gemacht (Wind geholt?) und dann zielstrebig zur Ente. Diese gepickt kam sie wieder schnell zu mir zurück.

3. Freies Bei- Fuß-Gehen/Führerbezug
Man sollte den Hund ableinen und einen Weg entlang frei bei Fuss laufen. Die Richter blieben dabei dahinter stehen und sahen zu.
Hajrá lief das Stückchen schön frei bei Fuss.

4. Wasserarbeit (offenes Wasser)
Es wurde eine Markierung von der gegenüberliegenden Seite ins offene Wasser geworfen. Der Hund musste angeleint oder frei sitzen bleiben bis er zum Apport geschickt wurde.
Ich hab Hajrá wieder abgeleint, gewartet bis die Ente im Wasser war und sie dann geschickt. Sie ist zielstrebig mit einem „Platsch“ ins Wasser und Richtung Ente geschwommen. Es war ihre allererste Ente im Wasser, bislang hatte sie nur ein paar Dummies „gerettet“. Das Tierchen hat sich ganz schön „gewehrt“ als sie versucht hat sie aufzunehmen 😉 Im Endeffekt hat sie ein paarmal versucht sie zu greifen und dann nur einen Flügel am äußersten Ende gehabt. So kam sie dann zielstrebig wieder zurück zu mir, allerdings hat sie es so nicht geschafft mir in die Hand zu apportieren. Naja, macht nix, kann man alles üben.

5. Wasserarbeit (Schilf)
Diesmal wurde die Ente ans Schilf geworfen, wieder sollte der Hund angeleint oder frei sitzen bleiben bis er zum Apport geschickt wurde.
Hajrá hat wieder brav gewartet bis ich sie geschickt habe und ist wieder mit einem „Platsch“ zielstrebig zur Ente geschwommen. Diesmal hatte sie sie gut im Fang, aber auch das Ufer im Blickfeld das natürlich näher war als sich umzudrehen und zurück zu schwimmen. So ist sie an der anderen Seite beim Schützen raus und um den See zurück zu mir gelaufen. Als sie dann kurz vor mir angelangt war hat sie sich doch noch dazu entschieden dass sie sich nun schütteln muss und die Ente leider abgelegt. Alle anderen Abgaben des Tages waren wirklich vorbildlich und das am Wasser hab ich einfach zu wenig geübt als dass ich da Perfektion verlangen könnte 😉

6. Freie Verlorensuche
Auf einem Suchengebiet von ca. 50 auf 50 Meter waren zwei Kaninchen und zwei Enten zu suchen und zu bringen. 3 Stücke lagen bereits im Gebiet wenn man mit seinem Hund kam, das letzte Stück wurde mit einem Schuss ins Suchengebiet geworfen. Nach Freigabe durfte man seinen Hund schicken, ob er dabei das gewofene oder eins der anderen Stücke fand und brachte, spielte keine Rolle.
Hajrá lief natürlich als erstes direkt zu dem geworfenen Stück, pickte und kam zurück. Danach war eine zeitlang gar kein Wind und sie suchte und rannte und suchte, aber wurde nicht fündig. Sobald Wind aufkam fand sie das nächste Stück! Die beiden letzten gingen dann auch etwas zügiger weil der Wind mitspielte 🙂

Nach Hajrá warteten wir noch den letzten Starter ab, dann stand fest – ALLE HABEN BESTANDEN 😀 Das ist immer besonders schön!! Noch vor Ort bekamen wir unsere Bewertungen gesagt, Hajrá hatte überall 11 Punkte bekommen, nur beim Bringen von Wild musste wegen der Wasserapporte ein klein wenig abgezogen werden, dort waren es 10 Punkte. Dieser kleine gelbe Hund ist echt der Hammer, ich bin meeegaglücklich mit ihr.
Auch Caro und Clooney konnten mit einem vorzüglich bestehen und ich bin sehr sehr stolz auf die beiden!

Hajrá Bewertung:

Zensuren:
12 Punkte = hervorragend
11 – 9 Punkte = sehr gut
8 – 6 Punkte = gut
5 – 3 Punkte = genügend
2 – 1 Punkte = mangelhaft
0 Punkte = ungenügend

Bestanden mit 105 Punkten

Folgende Punkte wurden im einzelnen vergeben:

lfd. Nr. Prüfungsfach FWZ DZ UZ
1. Markierung 5 11 55
2. Wasserarbeit 5 11 55
3. Freiverlorensuche 5 11 55
4. Führerbezogenheit/Will to please 3 11 33
5. Frei-bei-Fuss-gehen 2 11 22
6. Bringen von Wild 3 10 30
7. Standruhe 2 11 22
8. Arbeitsfreude/Finderwille 5 11 55
9. Nasengebrauch 5 11 55
Gesamtnummer der Urteilsziffern von (1. – 9.) 382

Den schönen Prüfungstag ließen wir noch alle zusammen im Stüberl bei Chili ausklingen, danach wurden die Urkunden verteilt Hajrá bekam für den Suchensieg einen sehr hübschen Pokal 😍 Danach löste sich die Gruppe langsam auf.
Ein wirklich gelungener und schöner Tag, vielen Dank ans Richterteam für die lockere Atmosphäre!

Natürlich dürfen die restlichen Bilder von Clooney auch nicht fehlen 🙂

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