Wo: Raum Sulzbach-Rosenberg

Richter:

  • Rainer Scesny
  • Betty Schwieren
  • Heike Reichelt
  • Harry Brünet
  • Detlef Henrich

…gut begonnen, gut beendet – oder wenn aufgeregte Gnome sich nicht mehr unter Kontrolle haben 😉
Ich hab mich schon sehr gefreut auf die Newcomer Trophy, mal wieder ein Workingtest gemeinsam mit Franzi und Anne-Marie. So häufig ist das ja aufgrund der Entfernung doch nicht der Fall. Das Wetter war super, nicht zu heiß und nicht zu kalt – kein Regen, einfach perfekt. Wir starteten alle bei Detlef in diesen Workingtesttag.

5. Aufgabe: Doppelaufgabe, Suche im Schilf und Markierung (Detlef Henrich)
Man startete im Zweierteam, allerdings in unterschiedliche Richtungen arbeitend und voneinander weiter entfernt. Hund1 (niedrigere Nummer) wurde vor einem Schilfgürtel positioniert, Hund2 in die andere Richtung blickend hatte einen Wall vor sich. Es wurde eine Markierung hinter den Wall geworfen, welche mit einem Platschen zu hören war, dann sollte Hund1 in die Suche im Schilf geschickt werden und danach durfte Hund2 die Markierung holen. Anschließend wurden Plätze getauscht und alles wiederholt.

Aufg5
Wir hatten die niedrigere Startnummer und haben somit mit der Suche begonnen. Nach dem Mark und meiner Freigabe schickte ich Gem suchen. Sie hat das sehr schön gemacht und auch zügig eins der Dummies aus dem Schilf gebracht. Nachdem Hund2 die Markierung geholt hatte, wurden die Hunde angeleint und Plätze getauscht. Gem hat die Markierung gut gesehen und auch das Platschen hat man gut gehört. Wir mussten noch warten bis Hund2 das Dummy aus der Suche geholt hat, dann durfte ich Gem schicken. Wie vermutet ist sie erstmal an dem Wall hängengeblieben, ich hatte meine Pfeife schon im Mund falls ich sie drüberpushen hätte müssen, aber nachdem sie unten einmal abgelaufen hatte ist sie von selbst auf die Idee gekommen ÜBER den Wall zu gucken 😉 Dann kam sie auch sehr schnell mit Dummy wieder zurück.
18/20 Punkte

1. Aufgabe: Treiben mit 4 Gespannen, danach einzeln Heelwork und 2 Dummies aus Treiben holen (Rainer Scesny)
Eine Aufgabe im Wald, 4 Gespanne sollten sich an Markierungen nebeneinander positionieren. Es fand ein Treiben von rechts nach links direkt vor den Hunden statt bei dem einige Dummies geworfen wurden. Nach beenden des Treibens sollten alle Gespanne in einem Wartebereich einfinden und wurden einer nach dem anderen gerufen. Es sollte zunächst vom Standpunkt aus ein Stück nach links gewalked werden, um dann von der linken Seite aus dem Treiben ein Dummy zu holen. Dann sollte man sich umdrehen und nach rechts walken um dann von der rechten Seite aus dem Treiben ein Dummy zu holen.

Gem war schon die erste Aufgabe und auch beim Warten sehr hochgepusht und hat sich gar nicht mehr richtig beruhigt… Fuss laufen war irgendwie nicht drin, als ob ihr Kopf dicht ist. Naja, bisher hatten wir nicht wirklich Probleme mit der Fussarbeit, deswegen hab ich mir zunächst nicht so nen Kopf gemacht. Ich wurde aber eines besseren belehrt 😉 Das Treiben hat Gem ganz brav und interessiert beobachtet, dann sollten wir in die Wartezone wechseln. Wir waren als 2. dran. Man sollte den Hund ableinen und dann mit Rainer mitkommen etwas nach links. Rainer ging SO schnell los, dass ich gar nicht nachgekommen bin – tja, ICH nicht – Gem sehr wohl, sie lief fast neben ihm und nicht mehr neben mir (obwohl er auf meiner rechten Seite ging)… ich war ziemlich überrumpelt und konnte gar nicht reagieren irgendwie. Naja, ich sollte sie eins der Dummies linker Hand aus dem Treiben holen lassen, was auch sehr gut geklappt hat. Dann haben wir uns umgedreht und sind Richtung Beginn des Treibens gelaufen. Hier ebenfalls wieder Heelwork dass es „der Sau graust“. Das Dummy aus dem Gebiet zu holen war dann wieder kein Thema. Rainer sagte mir dass er mir für die Fussarbeit EINIGES an Punkten abziehen wird weil steadyness und heelwork für ihn bei dieser Aufgabe den Hauptteil ausgemacht haben.
10/20 Punkte

2. Aufgabe: Wassermarkierungen mit Walkup (Betty Schwieren)
Man stand vor einer kleinen Erhöhung, linker Hand war ein höherer Wall. Der Schütze befand sich im Sichtbereich, der Werfer nicht. Es wurden insgesamt 2 Dummies geworfen, welche der Hund nur durch ein Platschen erahnen konnte da er nichts fliegen sah. Dann sollte man einen kleinen Trampelpfad entlang des Sees laufen, bis zur Position an der sich der Schütze befand. Von dort aus sollten die beiden Dummies aus dem Wasser gearbeitet werden.

Aufg2
Gem immernoch total in „Aufgabenrage“ beobachtete den Schützen ganz genau bei den beiden Schüssen. Sie hörte auch die Dummies ins Wasser plantschen, wusste aber irgendwie nicht wirklich das zu deuten. So wir sollten nun loswalken, ich vorsichtshalber etwas ein etwas strengeres „heel“ gesagt was Gem dazu veranlasst nach vorne auf den Trampelpfad zu SPRINGEN (??!!) als ich den ersten Fuss vorsetzte. Der komplette Weg bis zum Schützen hin war bei dieser Aufgabe ebenfalls ein reines Chaos und langsam wurde ich ein wenig stinkig weil ich weiß dass Gem das normalerweise sehr gut kann, aber man kanns nicht ändern. Ich war froh als wir endlich am Punkt angekommen waren, dann aber so durcheinander dass ich sie mit ihrem Apportkommando losgeschickt hab, obwohl mir eigentlich klar war dass sie nicht wusste wohin diese Dummies gefallen sind. Sie als langsam losgelaufen und losgeschwommen. Als ich gesehen hab dass sie in einer Tour am links und rechts abscannen der Wasseroberfläche war, wurde mir klar dass sie NULL Plan hatte. Hab sie gestopt und die Richtung vom Dummy gezeigt – das hat wunderbar geklappt. Sie ist zielstrebig hingeschwommen, hat geickt und kam zurückgeschwommen. Auf das zweite Dummy hab ich sie dann mit dem Vorankommando geschickt – da liefs besser 😉 Ich bin mir sicher – auch bei dieser Aufgabe haben wir die meisten Punkte fürs grottige Fusslaufen verloren.
13/20 Punkte

Es folgte eine kurze Mittagspause mit Gulaschsuppe und Breze, die wirklich sehr lecker geschmeckt haben!!

3. Aufgabe: Doppelmarkierung mit Walkup (Heike Reichelt)
Eine Aufgabe im Wald, an der Startposition vor einem zwei Schneisen. Es wurde zuerst in der rechten Schneise eine Markierung geworfen, danach in der linken. Es folgte ein kurzer Walkup und danach sollte man selbst entscheiden welches Dummy man zuerst holen wollte und welches als zweites.

Die rechte Markierung, die zuerst fiel, konnte ich selbst kaum erkennen und ich war mir sicher, Gem hat davon 0 gesehen und auch nichts gehört. Also ok, ich stellte mich schonmal auf ein beschossenes Blind ein. Die linke Markierung fiel bei uns schön sichtig in die Schneise. Hier war ich mir sicher dass Gem diese ebenfalls gesehen hat, sie war sehr fokussiert. Es folgte der kurze Walkup, der diesmal viel schöner klappte weil ich mit Gem zuvor mal ein 4-Augengespräch geführt hatte und sie nach der Mittagspause DOCH endlich um einiges entspannter wurde. Am Ziel angekommen sagte ich, dass wir zuerst die linke Markierung holen. Gem hingelaufen, nicht gleich gepickt. Da sie im Gebiet war, aber drohte etwas nach links Richtung Helfer abzudriften und mir das alles zu heikel war dass sie sich vielleicht doch zu weit wegentfernen könnte, hab ich gestopt und rechts suchen geschickt – da hatte sie das Dummy sofort gepickt. So, aufs rechte Dummy also geschickt wie auf ein Blind, ausgerichtet und mit Schackes. Gem lief auch zuerst schön brav die Schneise entlang, aaaaaaber entschied sich dann doch nach links zu der anderen Schneise von zuvor abzudriften. Ich also gestopt und rechts geschickt, was sie auch halbherzig angenommen hat aber dann nach Hinten weggelaufen ist anstatt weiter nach rechts. Ich hab sie kurzzeitig nicht mehr gesehen, nur gehört und dann entdeckt, dass sie wieder in der linken Schneise war. Also nochmal näher gepfiffen und nochmal nach rechts – diesmal ist sie komplett nach rechts durchgelaufen und ENDLICH an der Stelle an die das Dummy gefallen ist angekommen wo sie auch gleich gepickt hat und zurückgelaufen kam.
13/20 Punkte

4. Aufgabe: Doppelmarkierung (Wasser, Land) (Harry Brünet)
Man befand sich am Ufer eines Teiches, rechter Hand wurde eine relativ kurze Markierung mit einem „brrrrt“ ins Wasser geworfen, danach gabs linker Hand im Gegenhang des Teiches einen Schuss und eine Markierung in den Hang. Man sollte selbst entscheiden welches Dummy als erstes gearbeitet wird.

Aufg4
Ich hatte Gem gleich mal in Richtung weiterem Mark in den Gegenhang ausgerichtet, weil ich ihr die Chance dieses zu sehen so groß wie Möglich machen wollte. Zuerst also das kurze Mark ins Wasser, dann folgte aus dem Gegenhang (waren ca. 60 Meter denke ich) ein Schuss, es dauerte ein wenig und dann folgte die Markierung. Leider hat Gem während dieser kurzen Pause ihren Blick wieder aufs Mark direkt bei uns rechter Hand fallen lassen, somit konnte sie die Markierung auf gar keinen Fall gesehen haben. Naja, egal hab ich mir gesagt und hab mich fürs lange Mark entschieden. Gem lief schnurstraks in den Gegenhang, war dann am Hang angekommen ein wenig orientierungslos was mich dazu veranlasst hat sie zu stopen und weiter schräg rechts nach oben zu schicken. Sie lief nach oben, aber nicht rechts genug, dann verschwand sie im Gestrüpp, ich konnte am Helfer ungefähr erahnen wo sie sich befunden hat – zu weit hinten, aber die Richtung hätte gepasst. Also hab ich sie Näher gepfiffen und als sie wieder zum Vorschein kam, hatte sie auch das Dummy im Maul 🙂 Das kurze Mark war dann schnell geholt. Zumindest versöhnlich abgeschlossen die NCT!
18/20 Punkte

Insgesamt: 72/100 Punkte, gut, 34. Platz

Herzlichen Glückwunsch an Franzi mit Ziva und Anne-Marie mit Grille für eure tollen Ergebnisse!!!

TreasureYarden’s A.J. Ziva, 4.Platz, 93/100 Pkt, vorzüglich
Kornay Hunting Xcellent Grille, 12. Platz, 86/100 Pkt., sehr gut

Insgesamt gab es bei dieser Newcomer Trophy 50 Starter, es war ein schönes Event und ich fand die Aufgaben alle sehr schön. Vielen Dank an die Richter und vor allem an die Helfer für diesen tollen Tag 🙂 Mal schaun obs in 2 Jahren für mich nochmal ne NCT gibt…

Einige Bilder von Gem und mir von Aufgabe 5 und Aufgabe 2
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