21.07.2012 jagdliches Training mit Manfred Reithmeier

Wo: Landkreis Rosenheim, Zellerreit, 83561 Ramerberg

Da ich erkoren wurde, einen Bericht über unseren Trainingstag mit Manfred Reithmeier zu erstellen, bin ich jetzt einfach mal so frei und kopier den Text hier rein 😉

 

Jagdliches Training mit Manfred Reithmeier

Am Samstag den 21.07.12 war es soweit, eine kleine Gruppe traf sich um 8:30 in Zellereit zum Vorbereitungstraining für JP/R und BLP ein. Als alle anwesend waren, hat sich unser Trainer Manfred erstmal vorgestellt und den grob geplanten Ablauf erklärt. Die Teilnehmer wurden gefragt ob ihre Hunde bereits mit Wild gearbeitet hätten, damit man sich besser drauf einstellen kann beim Training. Dann gings auch schon los ins Revier!

Als erstes durften sich die Hunde untereinander kennenlernen. Eine bunt gemischte Gruppe mit drei Flats, zwei Golden und einem Labi die keine sichtlichen Probleme untereinander hatten. Nach einem kurzen Stück im Freilauf wollte Manfred sich einen Blick über die Leinenführigkeit und Frei bei Fuss-Folge bei jedem Gespann verschaffen. Das klappte im großen und ganzen sehr gut.

Nächster Punkt war das Feststellen der Schussfestigkeit. Hierzu wurden einige Übungen hintereinander durchgeführt. Zunächst wurde mit einem kleineren, danach mit einem größeren Kaliber und Schrotgewehr jeweils ein Schuss abgegeben. Keiner der Hunde reagierte hierbei Scheu. Daraufhin sollten wir unsere Hund im Wald ablegen, uns entfernen und hinter einem Baum etwas verstecken, also ausser Sicht gehen. Manfred gab nochmals einen Schuss ab. Auch bei dieser Übung sind die Hunde brav an ihrem Platz geblieben. Als nächstes gings ab auf eine Wiese. Die Hunde sollten einzeln zusammen mit Führer und Manfred über diese Wiese frei laufen. Dabei wurde ein Schuss abgegeben und beobachtet wie der Hund reagiert. Als letztes stellten wir uns alle in einer Line am Waldrand auf um ein Standtreiben zu simulieren. Manfred ist zusammen mit einigen Helfern durch das Waldstück schreiend und schießend durchgegangen und die Hunde haben brav alles von ausserhalb beabachtet.

Als nächstes stand die freie Verlorensuche auf unserem Trainingsprogramm. Zu suchen – bzw. finden 😉 – gabs eine Ente, ein Kaninchen und eine Krähe. Die Krähe war sehr heikel für die meisten, mein Hund wollte sie zum Beispiel zuerst gar nicht aufnehmen. Manfred hat sie immerhin dazu gebracht, den Vogel am Flügel ein Stück zu tragen. Damit haben wir uns zufrieden gegeben denn Krähen sind anscheinend für die Hunde meistens sehr abstoßend. Das wusste ich vorher auch noch nicht.

Danach folgte die Entenschleppe. Alle Hunde bekamen jeweils eine ca. 200 Meter lange Entenschleppe gezogen und durften diese abarbeiten. Auch die Hunde, die dies bisher noch nicht gemacht hatten, haben hierbei oftmals ihre Führer positiv überrascht.

Bei der nächsten Übung kam ein Wurfgerät zum Einsatz, dessen Name mir leider entfallen ist. Man stellt es auf, legt die Ente drauf und kann per Fernzünder zuerst ein Entenschnattern und dann das Hochwerfen der Ente auslösen. Jeder Teilnehmer sollte zusammen mit seinem Hund (frei bei Fuss) neben Manfred hergehen. Man blieb stehen, Entenquaken und Markierung, danach durfte der Hund apportieren. Beim zweiten Versuch wurde die durch die Luft fliegende Ente zusätzlich beschossen.

Mittlerweile war die Mittagszeit angebrochen und wir mussten einen Standortwechsel machen. Also alle rein in die Autos und in Richtung Wasser gefahren. Im Gebiet angekommen hat Manfred erstmal einen Biertisch und Bänke aufgestellt, was Süßes dazugestellt und seine Frau brachte uns frischen Kaffee 🙂 Vielen Dank hierfür, der hat sehr gut getan!! Wir machten eine kurze Pause und Brotzeit.

Frisch gestärkt gings weiter mit einer Kaninchenschleppe im Wald. Auch hierbei gabs keine größeren Probleme für die Hunde.

Der letzte Punkt auf unserem Trainingsprogramm widmete sich voll und ganz der Wasserarbeit. Den Anfang machte eine einfache Wassermarkierung. Hierzu wurde eine Ente sichtlich für den Hund ins offene Wasser geworfen und der Hund durfte diese bringen. Als wir an der Reihe waren merkte ich, dass mein Hund ein wenig irritiert war vom undurchsichtigen Wasser. Wasser in dieser „Farbe“ kannte sie noch nicht deswegen war sie etwas vorsichtig, ging aber schön rein.

Dann wurde das ganze eine Stufe schwieriger gestaltet. Ein Helfer stand auf der anderen Seite des Gewässers und hat eine Markierung für den Hund an Land geworfen. Die Hunde mussten demnach das Gewässer durchschwimmen, die Ente an Land aufnehmen und durchs Gewässer wieder zurückschwimmen.

Aber es geht ja noch eine Stufe schwieriger… Diesmal ein Blind auf der anderen Seite des Gewässers. Wir sollten unseren Hund mit Voran durchs Gewässer bringen und, an Land angekommen, suchen lassen.

Und da auch zwei der Teilnehmer für die BLP mittraininert hatten, wurde für diese beiden noch mit Schuss im Wasser gearbeitet. Dabei flog eine Markierung ins Schilf, der Hund wurde geschickt und während der Hund im Wasser geschwommen ist wurde geschossen. Beide haben sich davon nicht beeindrucken lassen.

Eigentlich stand noch arbeiten am fließenden Gewässer auf dem Trainingsprogramm. Aber wir waren uns einig dass die geleisteten Aufgaben für unsere Hunde erstmal genug waren. So machten wir eine Abschlussbesprechung. Jeder von uns bekam ausserdem eine Teilnehmerurkunde von Manfred überreicht, was ich sehr nett fand! So hat man gleich ein schönes Andenken an einen wirklich gelungenen Trainingstag.

Abschließend wurde in einem nahegelegenen Lokal gespeist und geratscht.

Vielen Dank an Manfred Reithmeier für das wunderbare jagdliche Training. Manfred hat eine sehr sympatische und ruhige Art dem Führer zu vermitteln wie am besten in der jeweiligen Situation mit dem Hund umgegangen werden soll damit man zum Erfolg kommt. Ich kann ihn als Trainer wirklich sehr empfehlen 🙂

Ebenfalls vielen Dank an den Sonderleiter Alber Wallner den ich bereits im Vorfeld mit einigen Fragen bombardieren durfte und der jedesmal ein offenes Ohr und gute Ratschläge parat hatte!

 

T. Gewies

 

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