Endlich war es wieder so weit, ein Besuch in UK ♡
Ich finde lang genug war es her, das letzte mal sind wir ja mit B-Wurf inside im April 2016 gewesen. Dieses Mal stand ein Jagdtag auf dem Programm, alles organisiert von Sabine mit Unterstützung von Paul und seiner Tochter Paula. Herzlichen Dank nochmal an alle für die Einladung, die Mühen und die tolle Woche die wir gehabt haben!!!
Diesmal sollte es auch das erste mal mit der Fähre von Calais nach Dover gehen, ich bin ja was Schiff fahren angeht so ein kleiner Schisser… bisher immer nur im Eurotunnel mitm Zug gefahren. Aber da Silke, Tobi, Annette, Dieter und ich ausgemacht haben, zusammen zu fahren, hab ichs dieses Mal ausprobiert und so schlimm wars gar nicht 😉
 

17.11.2017 Freitag
Am Freitag gings also los Richtung Calais, wo wir eine Übernachtung geplant hatten.

Auch die Fahrzeit war für mich auch „ungewöhnlich“, die letzten Male bin ich immer zuhause so um ca. 19 Uhr losgefahren und hab sehr früh in Calais einen Zug gebucht. Diesmal gings Mittags los und dementsprechend mehr los war auf den Straßen. Die A3 ist im übrigen momentan eine EINZIGE Baustelle!!! Ich hab irgendwann aufgehört zu zählen, unglaublich. Die angegebenen 9 Std Fahrzeit haben wir nicht einhalten können, auch in Belgien – SO viele Autos, irgendein Unfall und das Navi hat wieder die Strecke neu berechnet… Die letzten Male waren die Straßen frei, ab 22 Uhr ist erstaunlich wenig los 😉 Aber geschafft haben wirs trotzem! Wenngleich… ca. 30 Minuten vor Calais meinte mein Auto auf einmal wieder – „Bitte Ölstand prüfen“ – nicht dass er erst 3 Wochen zuvor sehr wenig Öl hatte und ich aufgefüllt hab… nun schon wieder und natürlich nix dabei. Naja… Tobi war mein Retter, am nächsten Tag hat er mich früh zur Tankstelle begleietet wo ich einen sündteuren Kanister mit Öl gekauft hab. Nachdem Silke und Tobi auch angekommen waren und einem kurzen Gassigang mit lauter ausgeruhten, durchgeknallten Hunden an der Leine am dunklen Sandstrand, gings ab ins Bett.
 

18.11.2017 Samstag
Nach Öl nachfüllen, Frühstück und erneutem zusammenpacken kamen pünktlich Annette und Dieter, die gleich um die Ecke übernachtet hatten, vor unser Hotel um uns abzuholen. Gemeinsam fuhren wir zu den Fähren, Hundecheck mit 7 Hunden – nein wir sind überhaupt nicht aufgefallen 😉 Dann der erste Zwischenfall – Silke und Tobis Hundecheck wurde nicht weiter ausgeführt, da Tobi zuvor seine Waffe hätte anmelden müssen. Die beiden wurden also wieder zurückgeschickt um irgendwelche Formulare auszufüllen. Unsre Hunde wurden gecheckt und wir durften weiter zur Auffahrt auf die Fähre. Nur… Silke und Tobi waren weg. Wir durften als erste auf die Fähre drauf wegen der Hunde und haben uns dann oben gleich einen schönen Platz gesucht. Als ich Silke angerufen hatte war nicht klar ob sie es noch auf die Fähre schaffen, denn sie waren wieder ganz am Anfang und mussten ja auch noch durch den Hundecheck… die Motoren starteten und ich dachte wirklich DAS WIRD NIX MEHR. Auf einmal kamen sie doch an, als allerletzte aufs Schiff geschafft – juhu!! Es konnte weitergehen 🙂
Bei der Überfahrt nach Dover konnte man schon von Calais aus die White Cliffs erkennen, je näher wir kamen desto beeindruckender wurden sie – wirklich toll ♡ Gleich nachdem wir in Dover angekommen waren, wollten wir mit den Hunden ein wenig laufen. Nach einigen Koordinierungsschwierigkeiten haben wirs alle zum Fussweg auf den White Cliffs geschafft. Hier sind auch einige Bilder entstanden.

Danach gings ab zu den Cottages nach Saltfleetby, nochmals ca. 4,5 Stunden fahrt.

Die Fahrt verlief recht zügig, leider haben wir Dieter und Annette beim Dartford Crossing verloren, sie sind durch den anderen der beiden Tunnels gefahren und bei einem war rot 😉 Wir sind trotzdem alle am gesuchten Ort angekommen, wo bereits Jochen auf uns wartete. Die beiden Cottages waren recht ähnlich aufgebaut, es gab in jedem 3 Schlafzimmer (1 etwas größeres und 2 kleinere), eine Küche, ein Bad und einen Wohn-/Essbereich. Nachdem wir ausgepackt hatten wollten wir nochmal los um Kleinigkeiten fürs Frühstück und zum knabbern einzukaufen. Gerade als wir rausgefahren sind, sind Andy und Sabine mit ihrem Wohnmobil ebenfalls angekommen. Einige Zeit später auch noch Regina und Steffi, somit waren alle komplett! Es wurde noch ein wenig zusammengesessen und dann fielen alle müde ins Bett.

Bilder vom Cottage

 

19.11.2017 Sonntag
Nach dem Frühstück haben wir Paul kennengelernt, der uns viel zu erzählen hatte und uns über den Ablauf der Woche informiert hat. Er wollte uns eigentlich schon gleich Samstag besuchen, war aber durch einen Unfall verhindert. Ab Mittag gings dann ab zum Strand bei Mablethorpe, wunderschön dort ♡

Die Hunde konnten endlich mal wieder ungehemmt rennen und ein kleines Training am Strand war auch noch drin 😉

Abends fiel uns auf, dass unsere Heizung im Cottage nicht mehr funktionierte. Mr. Holland, der Besitzer der gleich nebenan wohnt, hat versucht sie zu reparieren, leider hat das nicht geklappt. Warmes Wasser hatten wir dank der Durchlauferhitzer trotzdem und er hat uns 2 kleine Heizlüfter zur Verfügung gestellt, die den Wohnraum richtig schön einheizten. Also alles kein Problem, er wollte sich morgen um einen Techniker bemühen.
 

20.11.2017 Montag
Montag stand ein Training mit den Hunden auf dem Programm. Paul organisierte Andy und Clifford sowie seine Tochter Paula 🙂 Dazu fuhren wir alle zu einem sehr netten Lokal, dem „Crown & Ankor“ bei Tetney Lock.

Es wurden zuerst die Grundlagen abgefragt, danach ein kleiner Walkup mit Markierungen nach vorne und hinten gemacht. Mittags gabs Verpflegung im Crown & Ankor, wirklich seeeehr lecker!!! Danach noch einige Übungen, auch über Wasser.

Das Wetter meinte es leider am Montag nicht ganz so gut mit uns, es war sehr regnerisch und wir wurden nass. Da freut man sich doch über gute Regenklamotten 🙂 Wieder zuhause angekommen mussten wir feststellen, dass die Heizung noch immer nicht funktionierte. Dennoch wurden die Sachen dank der Heizlüfter alle trocken!
 

21.11.2017 Dienstag
Am Dienstag fuhren wir zu Colin, wo wir auch Mittwochs und Donnerstags zur Jagd hinkommen sollten.

Es wurde ein mobiles Gerät fürs Tontauben schießen auf den Hänger gepackt, Leute und Hunde wurden mit einem „Taxi“ gefahren. Ein Bild vom Taxi gibts bei den Bildern von Mittwoch 🙂 Uns hats schon ein wenig durchgeschüttelt und die Fahrt dauerte gefühlt recht lange. Das Ziel lag dann ziemlich abgeschieden in der Nähe eines großen Kohle und (ich glaube) Metallwerkes. Fand ich auch sehr beeindruckend da ich das in dieser Größe noch nie gesehen hatte. Die folgenden Bilder sind vor dem Tontauben schießen entstanden, als die Tauben richtig eingestellt waren, sind die Hundeführer mit ihren Hunden nämlich etwas abseits gegangen, um dort ein kleines Training mit Clifford und Paul zu machen, während die Schützen ihre Täubchen schossen 😉

Als wir zurück im Cottage waren hat auch unsere Heizung wieder wie gewohnt funktioniert 🙂
 

22.11.2017 Mittwoch
Nun war er da, der Jagdtag! Wir fanden uns alle früh bei Colin ein. Da wir mit unseren Autos nicht alle fahren konnten (wegen Platz und vor allem weil sie keinen Allrad besitzen), wurden wir in unterschiedliche Autos aufgeteilt. Annette mit Ruby und ich mit Yumi und Gem waren ja als reine Hundeführer dabei, deswegen hat Paul uns unter seine Fittiche genommen, Silke war Tobis persönlicher Hundeführer und stand immer hinter ihm um geschossene Vögel aufsammeln zu können. Ruby, Gem und Yumi mussten ins „Hundetaxi“ (siehe Bilder unten, die rechte Box) – ich kann euch sagen, gerne gingen sie da nicht unbedingt rein 😉 Wir mussten anschieben! Das erste Mal wars noch am schlimmsten, die anderen Male funktionierte es etwas besser aber geheuer war ihnen diese kleine enge Box zu dritt nicht so recht. Regen gab es im übrigen keinen mehr, aber einen fürchterlich starken Wind. Wenn man auf dem Feld stand und gegen den Wind blickte, musste man echt aufpassen dass man gerade stehen geblieben ist wenn mal wieder eine der Böhen kam. Dementsprechend schnell und hoch flogen auch die Fasane… erschwerte Bedingungen sozusagen. Gem war ziemlich aufgeregt, die hatte ich lieber angeleint gelassen. Yumi war total entspannt, was mich zwar gewundert aber auch sehr gefreut hat. Yumi durfte ohne Leine dabeisitzen und beobachten. Ich glaub auf dem 2. Stand auf dem wir waren, standen wir direkt hinter Steffi und sie traf einen der Fasane 🙂 Somit wurde Yumi auch gleich belohnt und durfte ihn holen. Das hat mich sehr sehr gefreut, danke nochmal Steffi ♡♡
Mittags gabs in einem Stadl heiße Tomatensuppe aus der Tasse mit frischem Weißbrot und Wasser und Abends wurde in einer kleinen, netten Jagdhütte gefeiert.

 

23.11.2017 Donnerstag
Donnerstag durften wir dann nochmals zum jagen kommen, diesmal war auch auf Haarwild freigegeben. Da das Wetter passte hab ich meine Kamera auch mitgeschleppt in der Hoffnung einen der Fasane vor die Linse zu bekommen. Hat auch geklappt, auch wenn der eine der wirklich sehr nah bei mir flog leider gegen die Sonne zu fotografieren war. Yumi und Gem haben beide wieder brav beobachtet, beim letzten Standpunkt waren wir auf einem Acker der vor Hasen nur so wimmelte. Hier hats die Yumi dann doch noch gepackt als einer der Hasen direkt neben uns aufsprang und weglief. Sie lief ihm kurz hinterher, hörte aber auf meinen Stoppfiff sofort und kam dann auch brav zurück. Auf so einem umgeackerten Feld zu laufen macht aber keinen Spaß sag ich euch 😉 Der ganze Boden hängt unten an den Schuhen dran und durch die riesen Furchen kann man kaum geradeaus laufen.

Anschließend hat Paul uns noch mitgenommen zu einer Stelle am River Humber, wo wir mit den Hunden ungestört laufen konnten. Dort sind ebenfalls einige tolle Bilder entstanden, die Stimmung war einfach superschön mit der untergehenden Sonne ♡

Erneut ein toller Tag mit vielen Eindrücken!
 

24.11.2017 Freitag
Sightseeing hatten wir uns für den letzten Tag aufgehoben 😉 Es sollte nicht ZU weit entfernt sein und die Wahl fiel dann auf Lincoln wegen dem Castle und der Cathedral. Zuerst sollten sich aber die Hunde nochmal am Strand von Mablethorpe auspowern dürfen. Ausserdem standen einige Einzelportraits auf dem Plan, da zudem das Wetter noch richtig toll mitspielte und es sonnig war. Also ab zum Strand!!

Dann gings los in Richtung Lincoln, wo wir uns erstmal einen Parkplatz suchen mussten 😉


Wir hatten oben beim Castle geparkt, die Cathedral war ebenfalls leicht zu erreichen.
Lincoln Castle

Danach gleich ab in die Cathedral.

Der Ort hat sehr viele kleine Läden, da ich noch ein Geschenk von Marks&Spencers brauchte und googlemaps mir aufzeigte dass dort ein Shop ist, sind wir die Gassen bis nach unten gelaufen. Der Weg nach oben war dann allerdings beschwerlich, die Leckereien aus M&S waren es aber wert!!! 😉
Einige Eindrücke von Lincoln.

Bevors wieder ins Cottage ging haben wir noch einen Zwischenstop in Louth eingelegt um dort was zu essen. Wir waren in einem kleinen Fish & Chips Restaurant, das uns von dort lebenden Passanten empfohlen wurde. Sie haben nicht zu viel versprochen, es war wirklich lecker!

 

25.11.2017 Samstag
Ja dann war schon wieder Samstag und die Rückreise war fällig 🙁 Wir hätten noch viel länger bleiben können!! Unser Zug in Folkstone war für 2:56 Uhr früh gebucht, der Plan war zuvor noch irgendwie ein wenig im Auto zu schlafen. Da Annette und Dieter noch eine Nacht in Folkstone in einem Hotel gebucht hatten, haben wir beschlossen erstmal zusammen dort hin zu fahren.

Diesmal gings beim Dartford Crossing nicht durch den Tunnel, sondern über die tolle Brücke!
Dartford Bridge

Während der Fahrt kam ich dann ins Grübeln und dachte es wäre ja eventuell möglich in dem Hotel in dem Annette und Dieter übernachten noch ein freies Zimmer zumindest für einige Stunden zu nehmen, damit ich nicht am nächsten Tag total übermüdet die weite Strecke nach hause fahren musste. Gesagt, getan – sie hatten auch noch ein Zimmer frei und auf meine Frage wegen den 3 Hunden hieß es nur „no Problem – we are dog friendly“ 🙂 Im Erdgeschoss des Hotels befand sich eine Bar und Essen konnte man dort auch. Wir sind noch zu 4. zusammengesessen und haben ein letztes gemeinsames Bier bzw. Cider getrunken, während die Hunde oben im Hotelzimmer mein Geschenk von Marks&Spencers aus meinem Rucksack geholt hatten und schonmal angefangen haben die Verpackung zu zerstören!! Wir sind gerade nochmal rechtzeitig gekommen, die Kekse waren noch heil und in der Plastikhülle verpackt 😉
 

26.11.2017 Sonntag
Füh um 01:30 Uhr klingelte uns der Wecker raus und wir fuhren ab zum Eurotunnel. Dort wurden wir auch noch beim Zoll kontrolliert, ich war noch total müde und hab kaum verstanden was die netten Beamten von mir wollten. Aber sie waren alle sehr nett und gut gelaunt und bald konnte es auch weitergehen. Die Überfahrt war dann wie gewohnt sehr zügig und wir kamen pünktlich in Calais an. Nun gings aber noch nicht nach Hause – nein – ein Zwischenstop bei meiner Freundin Isolde, die ich im übrigen schon seit bestimmt 35 Jahren kenne (sozusagen mein ganzes Leben lang ♡), führte mich nach Mülheim a.d. Ruhr.

Isolde und ihr Freund hatten ein wunderbares Frühstück für uns vorbereitet! Wir saßen gemütlich zusammen, erzählten und fuhren gegen Mittag noch etwas nach ausserhalb um dort mit den Hunden zu laufen. Dort entstand auch dieses nette Foto 🙂

Danach gings auf die letzte Reise wieder nach Hause.

Wo wir auch um kurz nach halb 7 angekommen sind. Auf dem Weg hat es bei Würzburg einmal richtig doll geschneit und ich hatte schon bedenken weils dunkel wurde und das fahren einfach nicht so schön ist bei Schnee, aber danach war nichts mehr 🙂
Tja und jetzt da ich diese Woche nochmal revue passieren hab lassen, werd ich das ganze nun mit einem aus Manby vom Coop mitgebrachten Erdbeer flavoured Cider abschließen und mich ins Soloby Cottage zurückdenken ♡